Die Manz Automation AG verzeichnet einen deutlich steigenden Auftragsbestand und zeigt sich auch für die Ergebnisentwicklung zuversichtlich.

REUTLINGEN (Dow Jones/ks)–Erstmals seit der Finanzkrise konnte zum 30. Juni 2010 wieder ein Auftragsbestand von mehr als 100 Mio Euro erreicht werden, wie der Reutlinger Ausrüster für Solar- und Flachbildschirmhersteller am Mittwoch mitteilte. Der Auftragsbestand werde auch in diesem Jahr in weiten Teilen umsatz- und ertragswirksam.

Die für die Produktion von kristallinen Solarzellen entwickelten Backend-Linien erfreuen sich laut dem TecDAX-Unternehmen einer stark wachsenden Nachfrage von Seiten der Solarzellen-Hersteller. Innerhalb von nur wenigen Monaten habe Manz Automation Bestellungen für Backend-Linien mit einer Leistung von über 500 MW verbuchen können.

Darüber hinaus habe Manz Automation auch aus dem Dünnschicht-Bereich Neuaufträge im Volumen von rund 8 Mio Euro erhalten. Die Kunden aus Deutschland und den USA bestellten dabei dem Unternehmen zufolge Laserstrukturierungsmaschinen der zweiten Generation sowie Anlagen für die Fabrikautomation.

“Wir sehen derzeit eine deutliche Belebung im Dünnschicht-Segment und gehen in der zweiten Jahreshälfte von einer wachsenden Dynamik in allen Marktsegmenten aus”, sagte Vorstandsvorsitzender Dieter Manz. “Damit wächst unsere Hoffnung, unsere operativen und finanziellen Ziele im laufenden Geschäftsjahr noch übertreffen zu können”. Gestützt werde dies insbesondere durch die hervorragende Entwicklung im Flachbildschirm-Bereich im ersten Halbjahr.

Bei der Vorlage der Erstquartalszahlen Ende April hatte Manz Automation ihre Prognose für das Gesamtjahr 2010 angehoben. Der Konzern stellte seinerzeit für das Gesamtjahr 2010 eine Umsatzsteigerung von mindestens 50% in Aussicht. In Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung, insbesondere im Bereich der Dünnschichttechnologie, bestehe das Potenzial, das neue Ziel noch zu übertreffen, hieß es Ende April. 2009 hatte Manz Automation 85,9 Mio Euro erlöst.