Die WIG-Roboterstation mit Kaltdrahtsystem WDE 302 von Dinse eignet sich für komplexe

Die WIG-Roboterstation mit Kaltdrahtsystem WDE 302 von Dinse eignet sich für komplexe Schweißaufgaben, ist bedienerfreundlich und beinhaltet eine exakte Förderung. (Bild: Dinse GmbH)

Hamburg (rm). FEV, Dienstleister in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren und Fahrzeugtechnik, rüstet derzeit einen Serienkleinwagen vom Verbrennungsmotorfahrzeug in ein Elektrofahrzeug um. Bei diesem wird die Antriebsenergie in Form von aufladbaren Akkumulatoren im Fahrzeug mitgeführt.

Dabei werden hohe Anforderungen an die Wanne zur Aufnahme der Batteriezellen gestellt: Geringes Gewicht, hohe Maßhaltigkeit, absolute Dichtigkeit sowie eine kompakte Bauform und hohe mechanische Belastbarkeit. Die Herstellung einer Batteriewanne, die diesen Maßstäben gerecht wird, war durch konventionellen Formenbau aufgrund der Komplexität und der vorgegebenen Kostenstruktur nicht sinnvoll.

Stattdessen sollte das Werkstück unter Verwendung verschiedener Bleche, einzelner Baugruppen und verschiedener Schweißverfahren realisiert werden. Nur so war eine hohe Flexibilität bei gleichzeitig niedrigen Kosten erreichbar. Als Material wählte man wegen ihres leichten Gewichts eine Aluminium-Magnesium-Legierung.

Der Wannenhersteller Thomas Müller Lasertechnik hat sich nach einer Analyse des Werkstoffes und der Baugeometrie für eine Kombination aus Laser- und WIG-Schweißen entschieden. Die Wahl fiel auf einen teilautomatisierten Festkörperlaser Nd:YAG und eine WIG-Roboterstation mit Kaltdrahtsystem WDE 302 von Dinse.

Es eignet sich für komplexe Schweißaufgaben, ist bedienerfreundlich und beinhaltet eine exakte Förderung. Denn speziell beim Aluminium-WIG-Schweißen mit Zusatzwerkstoff kommt es auf eine genaue und konstante Drahtzufuhr an. Das Kernprinzip basiert dabei auf der sogenannten Push-Push-Technik: Der Drahtvorschub wird von zwei komplett entkoppelten Antriebseinheiten besonders präzise geregelt.

So verhindert das einstellbare Drehmoment des ersten Motors ein Ausknicken des Zusatzdrahts, während der zweite, drehzahlgeregelte Motor die exakt benötigte Drahtmenge bereitstellt. Auf diese Weise ist eine hohe Konstanz der Drahtförderung gegeben, unabhängig von Torsion, Biegung und Länge der Garnitur.

Die Schweißtechnik-Modellpalette von Dinse ist aufeinander abgestimmt und alle Komponenten lassen sich variieren. Ein Wechsel vom punktgenauen WIG-Schweißen in Serie zu MIG/MAG oder Plasmaanwendungen erfordert lediglich den Austausch des Pistolenkopfes und der Stromquelle.