„In der Logistik wird sich unsere bildbasierte Ident-Technik durchsetzen“, sagt Pressesprecher

„In der Logistik wird sich unsere bildbasierte Ident-Technik durchsetzen“, sagt Pressesprecher Torsten Zöller und präsentiert eine Reihe neuer Ident-Produkte. (Bild: Georg Dlugosch)

Bildverarbeitungsspezialist Cognex drängt offensiv auf den Logistikmarkt. Mit einer Reihe neuer Produkte kämpft Cognex um Anteile auf einem 150-Mio-Dollar-Markt.

Sabine Spinnarke
STUTTGART. Bei Cognex beschäftigen sich über 1000 Mitarbeiter ausschließlich mit industrieller Bildverarbeitung. Damit unterscheidet sich das NASDAQ-notierte Unternehmen von der Konkurrenz, die häufig verschiedene Umsatzfelder bedient, so Torsten Zöller, Pressesprecher Cognex, Deutschland. Aus diesem Grunde meint er, mit Fug und Recht sagen zu können, „wir sind Weltmarktführer in der Industriellen Bildverarbeitung und Identtechnik.“ Besonders erfreulich dabei sei die zunehmende Bedeutung Europas: betrug der Umsatzanteil Ende der 90er Jahren gerade einmal 10 %, sei er mittlerweile auf 31 % angewachsen, gefolgt von 21 % Umsatzanteil in Asien und 15 % in Japan. Der Umsatz in den USA beträgt dementsprechend 33 %. Den größten Schub bescherte dem Europageschäft des Bildverarbeiters im vergangenen Jahr die Automobilindustrie. Der Gesamtumsatz des Herstellers betrug 2011 322 Mio US-Dollar. Einen Großteil des Gewinns steckt Cognex in F&E – ca. 30 %.
Hatte sich das Unternehmen bislang auf ‚Manufacturing‘-Anwendungen konzentriert – wie beispielsweise Automotiv, Food & Beverage, Medizin und Elektronik – plant Cognex nun massiv Marktanteile bei ‚Non-Manufacturing‘ -Anwendungen zu gewinnen. Besonders interessant seien hier Identgeräte für Logistik-Anwendungen, berichtet Ralph Kehlenbach, Product Marketing Manager: „Auch in der Logistik findet ein Wandel von analog zu digital statt. Die Frage ist nicht ob, sondern wer es macht“, sagt Kehlenbach – Cognex will auf diesem Markt eine dominante Rolle spielen. Noch haben Sick und Datalogic das Sagen, allerdings mit laserbasierten Systemen, die, vorausgesetzt der Markt entwickelt sich entsprechend der Berechnungen von Cognex, bald komplett von bildbasierten Systemen ersetzt werden würden. “Wir haben die bessere Technologie und werden damit nach und nach den Laser ersetzen,“ ist sich Kehlenbach sicher.
Möglich sei dies in erster Linie durch die Preisentwicklung bildbasierter Systeme. Dort wo der Kostendruck hoch ist, werden flächendeckend günstige laserbasierte Lesegeräte eingesetzt. Das hat sich geändert. Cognex bietet bereits heute eine Reihe von Ident-Geräten an, die preislich mit günstigen Strichcodelesern mithalten, und dabei wesentlich vielseitiger sind. Die Vorteile dieser Geräte seien, so Zöller, ihre hohe Zuverlässigkeit, die Lesegeschwindigkeit – sie eignen sich auch für Hochgeschwindigkeitssortieranlagen. Desweiteren verfügen sie über eine große Feldtiefe und ein breites Sichtfeld, d.h. sie lesen mehrere Codes zugleich und das auf unterschiedlich großen Teilen.Sie lesen unabhängig von der Ausrichtung der Teile. Ein Laser kann hier nicht mithalten, so Zöller.