ZÜRICH (DJ/ilk). Das Nettoergebnis erreichte nach Angaben des Konzerns vom Donnerstag 623 (Vorjahr: 675) Mio Dollar und der Umsatz lag bei 7,57 (7,92) Mrd Dollar. Analysten hatten bei dem Unternehmen mit Sitz in Zürich mit einem Nettogewinn von lediglich 545 Mio Dollar und einem Erlös von 7,32 Mrd Dollar gerechnet. Der Auftragseingang von ABB legte im zweiten Quartal um 5% zu, angetrieben von Zuwächsen in den Automationsdivisionen von jeweils über 20%. Hier machte sich laut ABB die weltweite Konjunkturbelebung bemerkbar.

Industriekunden investierten weiter in energieeffiziente Automations- und Energielösungen zur Steigerung ihrer Produktivität und Qualität. Dagegen hielten sich die Energieversorger mit Investitionen in große Energieübertragungsprojekte in den meisten Regionen weiter zurück. Infolgedessen hätten die Basisaufträge (unter 15 Mio Dollar) in Lokalwährungen um 15% zugenommen, während die Großaufträge (über 15 Mio Euro) um 37% zurückgegangen seien. Der Auftragsbestand wuchs seit Jahresbeginn um 5%.

“Das starke Ergebnis des zweiten Quartals zeigt, wie gut wir im weltweiten Konjunkturaufschwung unsere verbesserte Kostenbasis und unsere führende Stellung auf wichtigen Industriemärkten nutzen”, erklärte Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. “Wir sind zuversichtlicher als noch vor drei Monaten was die wirtschaftliche Erholung in den meisten unserer Märkte betrifft. Daher erwarten wir, dass unsere frühzyklischen Geschäftsbereiche bis zum Ende des Jahres gute Ergebnisse liefern werden. Nach einer schweren Rezession in den letzten zwei Jahren beginnen unsere Kunden nun wieder stärker in Energieeffizienz und Produktivität zu investieren. Wir rechnen jedoch damit, dass die Anlageinvestitionen – insbesondere im Energiesektor – voraussichtlich erst ab Spätjahr und 2011 anziehen werden”, sagte der Manager weiter.