Bei einem Microkernel laufen nicht nur Anwendungen, sondern unter anderem auch Treiber,

Bei einem Microkernel laufen nicht nur Anwendungen, sondern unter anderem auch Treiber, Netzwerkstack und Dateisystem als User-Prozesse in eigenen virtuellen Adressräumen. (QNX Software Systems GmbH & Co. KG)

HANNOVER (rm). Die Version 6.5 des QNX Neutrino Real Time Operating System (RTOS) sowie die QNX Momentics Tool Suite enthalten nun viele neue Funktionen. Dazu zählen die Unterstützung für ARM Cortex-A9 Prozessoren und Freescale Power e500MC Prozessorkerne, ein Persistent Publish/Subscribe-Service (PPS), diverse Leistungsverbesserungen und eine erweiterte Toolchain inklusive Eclipse CDT 6.0, GCC 4.4.2 und GDB 7.0.

Neutrino 6.5 sowie Momentics werden vor allem im Automotive-Bereich, der industriellen Fertigung, im Netzwerk- und Verteidigungssektor angewandt.

Die Version 6.5 unterstützt symmetrisches Multiprocessing (SMP) für ARM Cortex-A9 Prozessoren und Freescale Power e500MC Prozessorkerne. Darüber hinaus bewirkt SMP für Mehrkernprozessoren mit bis zu 32 Kernen eine effektive Skalierbarkeit für Hochleistungsanwendungen wie Bilddatenverbeitung, im Netzwerkumfeld oder in anderen anspruchsvollen Umgebungen.

Bei hoher Speicherauslastung bewirkt Neutrino 6.5 eine höhere Kernel-Geschwindigkeit sowie für viele Plattformen einen besseren Filesystem-Durchsatz. Zu den Erweiterungen gehört auch die Unterstützung von Intel Advanced Programmable Interrupt Controllers (APICs), Intel Message Signaled Interrupts (MSIs) sowie eine breitere Unterstützung für x86-Chipsätze von Kontron, Advantech und Intel.

Die OS-Version 6.5 unterstützt einen neuen Persistent Publish/Subscribe-Service (PPS). In Systemen mit heterogener Hardwarestruktur oder Softwarekomponenten vereinfacht dieser die Wartung und Entwicklung. In einem Energiemanagementsystem für Privathaushalte beispielsweise können so Sensoren, Thermostate, Benachrichtigungsfunktionen und andere Komponenten ersetzt oder erweitert werden, ohne das Human Machine Interface (HMI) zu ändern.

Die Tool Suite beinhaltet eine umfassende integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) auf Eclipse-Basis. Sie unterstützt mit speziellen Analysewerkzeugen die tiefgehende Analyse des Systemverhaltens. Die Version 6.5 der Tool Suite unterstützt die Eclipse-Plattform 3.5.2, Eclipse CDT 6.0, GNU Compiler (GCC) 4.4.2., GNU Debugger (GDB) 7.0 und Binutils 2.20. Außerdem enthält sie einen leistungsfähigeren System Profiler. Dieses Visualisierungswerkzeug dient der Analyse und Verbesserung des Softwareverhaltens auf Einzel- oder Mehrkernprozessorsystemen. Zur Optimierung dynamischer Linkvorgänge integriert Momentics 6.5 Lazy Linking und GNU Hashing.