igus hat jetzt sein Testlabor für Energieketten und Leitungen umfassend erweitert auf 1.030

igus hat jetzt sein Testlabor für Energieketten und Leitungen umfassend erweitert auf 1.030 Quadratmeter. An über 70 verschiedenen Prüfständen werden permanent neue Standardprodukte und kundenspezifische Energieketten getestet.

KÖLN (pd). Viele Prüfstände werden dabei selbst konstruiert und gebaut, da sie hoch testspezifisch sind. Das Testlabor-Spektrum reicht von Klimaschrank, Tiefkühlcontainer und reflexionsarmen Schallmessraum, Tests an Sechsachs-Robotern und weiteren Torsionsmaschinen über Prüfstände für dynamische Simulationen (Biegewechsel u.a.) bis hin zu Außentestanlagen für lange Energieketten-Verfahrwege.

Über 10.000 Tests pro Jahr

Jahr für Jahr führt igus im firmeneigenen Technikum mehr als 10.000 Versuche durch, Tendenz steigend. Neben 7.500 Tests mit Polymergleitlagern, -gelenklagern, -kugellagern und Lineargleitlagern sind das rund 3.000 Energiekettentests zuzüglich 400 Leitungstests (1.000 verschiedene Typen). Schwerpunkte der aufwändigen Versuche sind Lebensdauer, Zug- und Schubkräfte, Reibwerte, Verschleiß, Antriebskräfte/Energieeffizienz und Abrieb unter verschiedensten Geschwindigkeiten und Belastungen sowie Faktoren wie Schmutz, Witterung, Kälte oder auch Stöße und Schläge. Ziel ist es, die Anwendungsgrenzen ständig weiter nach oben zu verschieben. Vor kurzem wurde – Thema Lebensdauer – ein Dauertest abgeschlossen, der über neuneinhalb Jahre lief; 270 Millionen Doppelhübe wurden dabei nachgewiesen. Insgesamt fließen jährlich rund 9.000 Testergebnisse in die elektronischen Datenbänke. Überdies lässt igus zahlreiche Produkte durch unabhängige Stellen auf ausgewählte Eigenschaften (Reinraumtauglichkeit, Geräuschemissionen, ESD, Explosionsschutz u.a.) hin überprüfen und zertifizieren (Fraunhofer Institute, TÜV).

Lebensdauer in Doppelhüben und Kilometern

Zudem bietet das Unternehmen rund 25 Online-Werkzeuge zum E-Engineering, darunter – neu – die weltweit einzige Lebensdauerberechnung für Energieketten. Über den Quicklink www.igus.de/longer-life geht’s direkt ins Programm. Dort können Kunden zunächst die gewünschte Kette ins System eingeben und den Anwendungsfall „freitragend“ oder „gleitend“. Nach Eingabe von Zusatzlast, Verfahrweg, Geschwindigkeit und Beschleunigung wird dann automatisch die zu erwartende Lebensdauer in Doppelhüben und Kilometern angegeben, fußend auf empirisch erfassten Daten. Optional wird auch die Eingabe von äußeren Einflüssen wie Schmutz, Schlägen und der Umgebungstemperatur angeboten.

3D-CAD-Konfiguratoren registrierungsfrei

Auch können Energieketten-Anwender auf den Webseiten von igus jede Kette individuell konfigurieren. Hierfür stehen allein im Bereich Energiezuführung CAD-Modelle in 11 verschiedenen 3D-CAD-Formaten zur Verfügung zuzüglich 8 verschiedener 2D-CAD-Formate. Dazu bieten die Kölner schnelle Downloads der CAD-Daten an, ohne Registrierung. Beispielhaft zu nennen sind etwa die – ebenfalls neuen – 3D-CAD-Konfiguratoren für spiralförmige „TwisterChain“-Energieketten sowie für Kreisbewegungen mit rückwärtigem Biegeradius (RBR).