Bild: Grischa Georgiew / Fotolia

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Sind unwillige Geschäftspartner durch trockene Nusskekse (die beliebten Schokoladenkekse haben die Gastgeber meist bereits weggemampft) besser in Schach zu halten und damit leichtere Opfer bei schwierigen Geschäftsverhandlungen? Wird das Essen nach dem Rang des Besuchers ausgesucht? Hält der Unternehmenschef gerade (Keks-)Diät? Oder liebt er schlicht das zart-knusprig-softe Gefühl der schmelzenden Schokowaffel in seinem Mund, während er der Produktvorstellung seines Zulieferers lauscht?

Wie sollte der Geschäftsmann auch auf die Idee kommen, dass Kekse vielleicht nicht geeignet sind, mittäglich knurrende Mägen zu füllen, leert sich der mit ihnen bestückte Teller doch in der Regel dank des verzweifelten Zugriffs hungernder Meeting-Teilnehmer in Windeseile. Oder aber der Gesprächspartner zeigt sich auffällig zurückhaltend. Entweder weil er als höflicher Mensch den Mund nicht zu voll nehmen möchte oder weil er – und das ist viel wahrscheinlicher – schon zu oft in seinem Leben mit den “Genuss-Momenten” konfrontiert wurde und beschlossen hat, die Existenz dieser Bahlsen-Großpackungen in unserer Welt zu ignorieren.

Wie viel einfacher wäre es doch, lägen wichtige Termine nicht zwischen 12 und 14 Uhr. Wenn dies aber nicht zu vermeiden ist, hier eine Anregung: Falls es zum Mittagessen nicht reicht, könnten auch mal Brötchen gereicht werden. Unvergesslich macht sich jedoch, wer in dieser Jahreszeit Selbstgebackenes anbietet. Mit Sicherheit wird dieser Termin dem Gast in guter Erinnerung bleiben.

von Susanne Bader