Die meisten der Gläubigen in Deutschland gehen davon aus, dass Gott einen positiven Einfluss auf

Die meisten der Gläubigen in Deutschland gehen davon aus, dass Gott einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Welt ausübt (Bild: foto.fritz - Fotolia.com).

Ein Fünftel der gläubigen US-Amerikaner fürchtet einen strafenden Gott. In Deutschland differiert das Bild des Allmächtigen: Hier dominiert die Vorstellung eines gütigen Gottes.

Mit den wirklich wichtigen Fragen beschäftigt sich das Portal News.de: Glauben die Deutschen noch an Gott? Ja, gesamtdeutsch gesehen schon. Bundesweit geben 68 % bei einer Befragung von TNS Emnid an, an Gott zu glauben. Betrachtet man den Osten der Republik, sieht die Situation schon anders aus: Hier sind die Gläubigen in der Minderheit (42%). Das Portal begründet das damit, dass der “kirchliche Einfluss über Jahrzehnte staatlich zurückgedrängt” wurde.

Erzbischof Robert Zollitzsch, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, freut sich in für die Kirche schwierigen Zeiten über die gesamtdeutschen Zahlen: “Die Zahlen machen Mut. Die vielbeschworene These vom Verlust der Religion werde widerlegt.”

Dabei haben 54 % der Gläubigen das Bild eines gütigen Gottes vor Augen. Sie gehen davon aus, dass er einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Welt hat. In den USA dagegen, wo laut einer Studie von 2008 rund 90 % gläubig sind, stellen sich nur 22 % dieser Menschen einen gütigen Gott vor. 21 % der Gläubigen haben in den Staaten Anst vor einem strafenden Gott.

Für Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche, ist es jedoch “eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Vorstellung über unseren Gott, dass er die Menschen liebt und seiner Schöpfung in Gnade zugewandt ist und bleibt”.

von Gunnar Knüpffer