Fenster 22: Lassen Sie sich die Feiertage nicht verwanzen! 1

LIMBURGERHOF (ks)–Jetzt zu den Feiertagen freuen sich rund um den Globus Familien auf den Besuch ihrer Verwandten und lieben Gäste. Aber mit Freunden und Familie könnte sich auch ein anderer, gänzlich unerwünschter Gast einstellen: die Bettwanze.

Nachdem sie nahezu 50 Jahre von der Bildfläche verschwunden war, ist die Bettwanze wieder auf dem Vormarsch. Die USA ist derzeit am massivsten davon betroffen. Aber die Bettwanze breitet sie bereits auch in anderen Ländern aus, unter anderem in Europa und Asien. Hinzu kommt, dass sie sich an immer mehr unterschiedlichen Orten einnistet; man findet sie in Wohnungen und Häusern ebenso wie in Büroräumen und Kinos. Die Gründe für diese um sich greifende Plage liegen vermutlich im zunehmenden Reiseverkehr und in der Schwierigkeit, die befallenen Stellen von Bettwanzen vollständig zu befreien.

„Bettwanzen (Cimex lectularius) sind kleine, flügellose Insekten von etwa 4 bis 7 mm Länge, die sich von menschlichem Blut ernähren“, erläutert Dr. Michael Potter von der University of Kentucky. Potter ist Professor für Entomologie und Spezialist für Schädlinge, die Gebäude, Menschen, Haustiere und bewegliche Gegenstände befallen. „Bettwanzen saugen nachts menschliches Blut. Tagsüber verstecken sie sich an dunklen, trockenen Plätzen wie beispielsweise Ritzen und Spalten in Möbeln und Wänden, zwischen Matratze und Bett, in Bettdecken und Teppichen, und sogar in Kleidungs- oder Gepäckstücken. Arglose Reisende schleppen die Tiere in Hotels und Flugzeuge ein oder bringen sie von dort mit nach Hause.“

Es ist nicht bekannt, dass Bettwanzen Krankheiten übertragen, doch ihr kaum sichtbarer Biss kann unangenehm sein und gelegentlich schwere allergische Reaktionen auslösen. Sie sind sehr widerstandsfähig; so können sie über ein Jahr ohne Nahrung auskommen. Gepaart mit ihrer Vorliebe, sich an schlecht zugänglichen Stellen einzunisten, sind sie nur sehr schwer auszurotten.

Wie bei anderen Schädlingsplagen auch, liegt der Schlüssel einer erfolgreichen Bekämpfung in einem ganzheitlichen Ansatz aus Vorbeugung und Bekämpfung. Insbesondere in den USA haben Bettwanzen inzwischen eine Resistenz gegen Insektizide entwickelt, die am häufigsten zu ihrer Bekämpfung eingesetzt werden, die Pyrethroide. Für die Gesundheitsbehörden stellt diese Resistenz eine der größten Herausforderungen dar.

Die meisten Insektizide, die heute in Städten gegen Schädlinge zum Einsatz kommen, wurden ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt. Mit Blick auf diese global wachsenden Schädlingsprobleme, hat die BASF unter dem Dach ihrer Sparte Crop Protection vor kurzer Zeit einen eigens für diesen Markt konzipierten Geschäftsbereich gegründet. „Mit unseren Experten und Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte schätzen wir die Herausforderungen auf den Gebieten einer professionellen Schädlingsbekämpfung, Volksgesundheit und Stadthygiene im Vorfeld ein und konzentrieren unsere Anstrengungen auf Produkte, die der Markt jetzt und in Zukunft braucht“, so Ansgar Wille, Leiter von BASF Pest Control Solutions. „Unser erfolgreichstes Produkt gegen die Bettwanze ist ein Insektizid, das nicht zur Gruppe der Pyrethroide gehört. Die Resistenz der Bettwanze nimmt zwar zu, aber dank unseres Portfolios konnten wir schnell eine Lösung finden.“

Phantom (der Markenname in Europa ist Mythic) enthält den Wirkstoff Chlorfenapyr und wird sowohl flüssig als auch gasförmig angeboten, so dass es direkt in kleine Ritzen gesprüht werden kann, in denen sich Bettwanzen gerne einnisten. Das Mittel hat eine lange Wirkungsdauer. Wie aus Untersuchungen hervorgeht, ist Phantom für Bettwanzen noch vier Monate nach der Anwendung tödlich. Einer neueren Umfrage des nationalen Schädlingsbekämpungsverbands der USA (US National Pest Management Association) und der Universität Kentucky zufolge ist Phantom in den Vereinigten Staaten schon jetzt das am häufigsten gegen Bettwanzenbefall eingesetzte Insektizid.

In Gegenden, wo die Resistenz gegen Schädlingsbekämpfungsmittel noch kein so großes Problem darstellt, erweisen sich Pyrethroide wie Alpha-Cypermethrin und Pyrethrin immer noch als geeignete, schnell wirksame Mittel gegen Bettwanzen. In Europa verkauft die BASF die Bettwanzenprodukte Fendona und Tenopa, die beide Alpha-Cypermethrin enthalten; Tenopa enthält darüber hinaus den Wirkstoff Flufenoxuron, der das Wachstum der Wanzenlarve verhindert.

„Ich kann gut verstehen, dass in dieser geschäftigen Jahreszeit niemand über Bettwanzen nachdenken möchte“, sagt Wille. „Aber Realität ist, dass einige von uns sie mit nach Hause bringen werden. Mit unseren Angeboten bieten wir hierzu Lösungen an und können zumindest helfen, dass die guten Wünsche zum neuen Jahr für die Bettwanzen nicht gelten werden.“