Bild: Andy Dean, fotolia.com

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Also: Eine Brief- oder Büroklammer ist ein Hilfsgegenstand im Büro, der dazu dient, mehrere Blätter wieder lösbar aneinander zu befestigen. (So weit, so gut, bis hier hin wussten Sie schon alles, hätten es aber anders ausgedrückt, nicht wahr?) Büroklammern sind meist aus gebogenem Metalldraht gefertigt und ca. ein bis drei Zentimeter lang bei einem Seitenverhältnis von ca. 3:1 (horcht, horcht: Das ist neu für Sie, geben Sie es zu!)

Der heutigen Büroklammer vergleichbare Gegenstände finden sich schon ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. bei den Sumerern. (Sie sind also in guter Gesellschaft…) Am 12. November 1899 beantragte der Norweger Johan Vaaler aus Kristiania ein deutsches Patent auf einen Vorläufer der heutigen Büroklammer, welches er allerdings nicht vermarktete. (Das wäre Ihnen nicht passiert, richtig?) Diese Büroklammer hatte noch nicht die heute übliche innere Windung und war deutlich runder.

Ebenfalls 1899 erwarb der US-Amerikaner William Middlebrook das Patent für eine Maschine, die Büroklammern herstellt (Ehrlich, die hätten Sie auch erfinden können!). Im Jahr 1919 wurde durch den österreichischen Fabrikbesitzer Heinrich Sachs (Ein Österreicher? Das glaubt bei uns in Bayern niemand…) die heutige optimierte Form mit spitzem Ende entworfen. Ferner wird ihm, nicht ganz zweifelsfrei, die Erfindung des Reißnagels zugeschrieben. (Aus unserer Sicht war er es definitiv nicht! Der Reißnagel wurde zeitgleich zur Weißwurst von einem unbekannten Bayern erfunden, also im vorletzten Jahrhundert. Um genau zu sein: am 22. Februar 1857, einem Rosenmontag, als Sepp Moser, dem Wirt vom Gasthaus „Zum ewigen Licht“ am Münchener Marienplatz, die Schafsdärme für die Kalbsbratwürstchen ausgingen. Aber das ist eine vollkommen andere Geschichte.)

(Was uns gar nicht gefällt:) Heute ist es leider so, dass ein beachtlicher Teil der weltweit genutzen Büroklammern nicht ihren ursprünglichen Zweck erfüllen dürfen. Sie dienen als Pfeifen- oder Ohrenputzer, Nagelreiniger, Krawattennadel oder als Schraubendreher. (Das ist Blasphemie!!!) Teilweise kommen sie als Ersatz für eine Sicherheitsnadel zum Einsatz und eignen sich auch für physikalische Experimente wie einfache Kreisel und zur Veranschaulichung der Form von Ketten und Hängebrücken. (Und jetzt gehen Sie schon zu Ihren Kollegen und protzen ein bisschen mit dem neu erworbenen Wissen.)

Quelle: Wikipedia (und nicht Wikileaks!)
Claus Wilk