Harting industrialisiert Niedertemperatur-Lötprozess 1

ESPELKAMP (sp). Im Geschäftsbereich Harting Mitronics wird dadurch das für AVT-Prozesse auf laser-direkt-strukturierten (LPKF LDS) dreidimensionalen Schaltungsträgern (3D-MID) zur Verfügung stehende Kunststoff-Portfolio erweitert. Konnten vorher nur Kunststoffe mit einem sehr hohen Erweichungspunkt in Verbindung mit Standard-Elektronik-Lot eingesetzt werden, ermöglicht der neue Lötprozess den Einsatz niedrig-schmelzender Kunststoffe wie z. B. PBT (Poly-Butylen-Terephthalat). Die Erweiterung der Prozesskombinationen bietet eine noch bessere Ausnutzung des Technologiepotentials von 3D-MID im Bereich effizienter Raumnutzung, Integration und

Miniaturisierung. So können die Harting 3D-MID Lösungen noch präziser an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst werden.

Vergleichbar mit herkömmlichen SnAgCu-Loten

Die Lötverbindungen haben sich stabil in umweltmechanischen Lebensdauertests gezeigt und weisen in Abscherversuchen Haltekräfte vergleichbar mit herkömmlichen SnAgCu-Loten auf. Das Lot schmilzt auf der Leiterbahnmetallisierung sauber auf und bildet einen lunkerfreien Lötkonus. Im AVT-Prozess kann das Lot im automatisierten Dispens-Verfahren aufgebracht werden.

Farbige PBT-Kunststoffe für das LDS-Verfahren

Farbige Kunststoffe

Harting bietet mit seinen neuen farbigen PBT Kunststoffen für den LDS-Prozess zur Herstellung von 3D-MIDs jetzt außerdem die Möglichkeit, attraktive Bauteile für den sichtbaren Einsatz zu schaffen. PBT Kunststoffe haben sich als zuverlässige Basismaterialien bewährt und sind nun in viele Farben verfügbar. Farbige Kunststoffe eignen sich nicht nur zum Einsatz bei Gehäusen oder anderen sichtbaren Bauteilen, sondern auch zur Kodierung von Entwicklungsständen oder Fertigungsserien. Die Substrate haben sich in Labortests als hervorragend strukturierbar erwiesen. Die Metallisierung hat in umweltmechanischen Lebensdauertests stabile Ergebnisse auf dem Niveau bekannter Serienwerkstoffe geliefert. Bei Haftfestigkeitstests konnte das Niveau teilweise sogar übertroffen werden.

Das Prüflabor der Harting Technologiegruppe

Schliffbild einer Lötstelle

Mit der Abteilung Corporate Technology Services (CTS) verfügt die Harting Technologiegruppe über ein anerkanntes Labor für die Qualifizierung der Produkteigenschaften von elektromechanischen und elektronischen Übertragungssystemen für die Märkte Informations-, Automobil- und Automatisierungstechnik. Das Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert und unterstützt die unternehmenseigenen Gesellschaften ebenso wie Kunden bei der Produktentwicklung und -qualifizierung. Modernste Prüf- und Messsysteme, zu denen auch ein Computer-Tomograph gehört, bieten ein höchstes Maß an Präzision bei der Durchführung der Prüfungen.