Mit Hilfe von Ultraschallsonotroden an der Hand¬achse kann ein Knickarmroboter in seinem

Mit Hilfe von Ultraschallsonotroden an der Hand¬achse kann ein Knickarmroboter in seinem Arbeitsbereich beliebig viele Schweißpunkte setzen. (Bild: Reis GmbH & Co. KG)

6-Achs-Roboter RV60-40 und RV 20-16 von Reis Robotics werden unter anderem für die automatische Clips-Zuführung und für Ultraschall-Schweißanwendungen verwendet.
OBERNBURG (RM). Die Knickarmroboter-Baureihe RV für Traglasten von 6 bis 240 kg kommt unter ande¬rem für flexible Clips-Automationszellen zum Einsatz. Dort werden Metall- oder Kunststoffclipse als Schüttgut mittels einer Vereinzelungs- und Zuführanlage dem Clipsroboter defi¬niert zugeführt.

Mit Hilfe eines Clipsmontagegreifers werden die Clipse dann auf die entsprechen-den Bauteile montiert. Eine zusätzliche Überwachung der korrekten Clipmontage mittels eines Bildverarbeitungssystems kann ebenfalls in die Anlage integriert werden. Durch die Flexibilität des Roboters lassen sich verschiedene Bauteile in einer Zelle flexibel bearbeiten.

Wie bei allen Robotern des Herstellers kommt auch bei der Baureihe RV die Robotersteuerung RobotStarV-IPC zum Einsatz. Sie erlaubt Bewegungen in der Betriebsart PTP-synchron sowie CP-linear, CP-zirkular und Spline-Interpolation. Zu-sätzliche Funktionen wie das Visualisierungtool ProVis und die Offline-Programmierung sind ebenfalls möglich.

Die Funktion RobAssist ist eine anwendungsbezogene Programmier- und Bedien-oberfläche, bei der er die Auswahl der wichtigsten Befehle über eindeutige Piktogramme erfolgt. Damit lassen sich die Roboter schneller und einfacher bedienen und pro¬grammieren.
Ein weiteres Anwendungsgebiet in der Kunststoffautomatisierung ist das Verschweißen von meh¬reren Kunststoffteilen mit Hilfe von Ultraschallsonotroden. Werden diese an die Hand¬achse eines Knickarmroboters montiert, kann er in seinem Arbeitsbereich beliebig viele Schweißpunkte setzen. In einer solchen Automationszelle lassen sich je nach Anzahl der Schweißpunkte mit einem oder mehreren Schweißrobotern verschiedene Teile flexibel verschweißen.

Sie werden dazu manuell in Vorrichtungen eingelegt, die auf einem Rundtakttisch wechselbar montiert sind. Durch ein Takten des Drehtisches werden die Bauteile den US-Schallschweißrobotern zugeführt und an den jeweiligen Stationen erfolgt der Schweißprozess.

Für unterschiedliche Schweißkonturen wie Rechteck gerändelt oder die kalottenförmige Schweißung kön¬nen an einem Roboter auch zwei verschiedene Sonotroden montiert werden, was die Flexibilität der Anlage erhöht. Durch einfachen Vorrichtungswechsel lassen sich somit unterschiedliche Bauteile in einer Automationszelle fertigen.

Beim Hinterspritzen von 3-D vorgeformten Folienwerden mittels eines Roboters der Baureihe RV werden vorgeformte Folien aus einem Magazin entnommen, in Werkzeuglage zentriert und in das SGM-Werkzeug eingelegt. Das hinterspritzte Fertigteil wird entnommen und auf einem Fertigteilband aus der Automationszelle ausgefördert.

Der Roboter ist das Kernstück einer kompletten SGM-Automationszelle, in der alle Peripheriekomponenten wie Greifer, Magazine, Zentrierungen, Zuführeinheiten und Transportbänder auf die jeweilige Aufgabenstellung abgestimmt sind. Alle Sicherheitseinrichtungen bis hin zur vollständigen Anlagensteuerung mit Visualisierung werden von der Planung bis zur produktionsreifen Übergabe aus einer Hand bereitgestellt.

Messe K, Halle 10, Stand A17

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