Die aktuell gute Konkjunktur beschert der Kuka AG volle Auftragsbücher. Ein Rekord konnten die

Die aktuell gute Konkjunktur beschert der Kuka AG volle Auftragsbücher. Ein Rekord konnten die Augsburger bei den Auftragseingängen verbuchen: Diese stiegen im ersten Halbjahr 2011 um rund 50% auf 837,4 Mio Euro.

AUGSBURG (mg). Angesichts der hohen Investitionsbereitschaft seiner Kunden generierte Kuka im operativen Geschäft hohe Auftragseingänge, die auf Konzernebene um mehr als 50% über dem Vorjahr lagen. Der Geschäftsbereich Robotics schaffte erneut einen Rekordwert. Hieraus entwickelten sich deutlich höhere Umsatzerlöse, die im ersten Halbjahr die Kapazitäten sehr gut auslasteten.

Unterstützt durch die schlankeren Kostenstrukturen erzielte Kuka im ersten Halbjahr 2011 so ein EBIT von 31,1 Mio Euro, nach 5 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge liegt nach sechs Monaten bereits bei 4,7%. Bei den Auftragseingängen erzielte der Konzern im ersten Halbjahr 2011 den Spitzenwert von 837,4 Mio Euro, der um 52,9% höher als der entsprechende Vorjahreswert lag (H1/10: 547,7 Mio Euro). Zu diesem Anstieg trugen die beiden Bereiche Robotics und Systems gleichermaßen bei.

Der Geschäftsbereich Robotics erreichte im ersten Halbjahr 2011 Auftragseingänge in Höhe von 366,3 Mio Euro; ein Anstieg um 48,7% gegenüber Vorjahr (H1/10: 246,4 Mio Euro). Betrachtet man die Auftragseingänge nach Marktsegmenten, so erzielten die Auftragseingänge aus der allgemeinen Industrie (General Industry) im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres mit 63,3% den größten Zuwachs.

Doch auch Automotive und Service trugen mit einem Anstieg um 43,7% bzw. 31% nennenswert zu dieser positiven Entwicklung bei. Um dieses Wachstum und die geographische Diversifikation weiter zu unterstützen, hat Kuka in China eine eigenständige Robotics-Gesellschaft ausgegliedert und darin den Vertrieb, Service und die Montage von Robotern gebündelt. Mit diesem Schritt will Kuka die Wachstumschancen im dynamischsten Robotermarkt der Welt noch besser nutzen.

Der Geschäftsbereich Systems erzielte Auftragseingänge in Höhe von 478,6 Mio Euro; ein Anstieg um 45,5 % gegenüber dem Vorjahr (H1/10: 329,0 Mio Euro). Treiber des Wachstums waren neben der Automobilindustrie insbesondere Aufträge aus der General Industry und Aufträge zum Bau von automatisierten Montagelinien.

Bezogen auf das zweite Quartal 2011 erreichte der Kuka-Konzern beim Auftragseingang insgesamt einen neuen Rekordwert mit 440,3 Mio Euro. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorquartal um 10,9% und gegenüber dem Vorjahresquartal um 55,1% (Q2/10: 283,9 Mio Euro). Auf den Geschäftsbereich Robotics entfielen dabei Auftragseingänge in Höhe von 183,2 Mio Euro. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 39,1% (Q2/10: 131,7 Mio Euro).

Auch der Geschäftsbereich Systems erreichte mit Bestellungen in Höhe von 262,8 Mio Euro einen Spitzenwert, der um 57% über der Vorjahresperiode liegt. Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen im ersten Halbjahr 2011 bei 663,4 Mio Euro (H1/10: 480,1 Mio Euro; +38,2%). Dieser Anstieg fiel aufgrund längerer Projektlaufzeiten im Geschäftsbereich Systems im Vergleich zu den Auftragseingängen etwas niedriger aus.

Systems erreichte im ersten Halbjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 399 Mio Euro (H1/10: 303,9 Mio Euro; +31,3%). Robotics erzielte im ersten Halbjahr 2011 mit ausgelieferten Robotern und erbrachten Serviceleistungen Erlöse im Wert von 285,6 Mio Euro (H1/10: 199,0 Mio Euro; +43,5%).Im Zeitraum April bis Juni 2011 erzielte der Konzern insgesamt Umsätze in Höhe von 336,9 Mio Euro; dies sind 24,3 % mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres (Q2/10: 271 Mio Euro). Dabei übertrafen die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics mit 149,6 Mio Euro das Vorjahresquartal um 32,6% (Q2/10: 112,8 Mio Euro) und die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Systems mit 194,3 Mio Euro den Vergleichszeitraum um 15,7% (Q2/10: 167,9 Mio Euro).

Das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen – Book-to-Bill Ratio – stieg im Kuka-Konzern im ersten Halbjahr 2011 auf 1,26 (H1/10: 1,14). Dementsprechend erhöhte sich der Auftragsbestand im Konzern zum 30. Juni 2011 auf 787,3 Mio Euro; dies ist ein Anstieg um 87,1 Mio Euro oder 12,4% gegenüber dem Vorquartal (Q1/11: 700,2 Mio Euro).

Gegenüber dem Vorjahresstichtag betrug dieser Anstieg 24,8% (H1/10: 630,9 Mio Euro). Sowohl Robotics als auch Systems arbeiten derzeit nahe an der Kapazitätsgrenze. Bei Robotics erhöhte sich per 30. Juni 2011 der Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal um 15,1% auf 226,9 Mio Euro und bei Systems um 11,0% auf 565,2 Mio Euro.

Im ersten Halbjahr 2011 erwirtschaftete Kuka ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 31,1 Mio Euro (H1/10: 5,0 Mio Euro). Entsprechend verbesserte sich auch die EBIT-Marge, also das EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, von 1% im ersten Halbjahr 2010 auf 4,7% im ersten Halbjahr 2011.

Robotics erzielte dabei im ersten Halbjahr 2011 ein EBIT in Höhe von 21,9 Mio Euro (H1/10: 6,2 Mio Euro). Die EBIT-Marge stieg in diesem Zeitraum von 3,1% im ersten Halbjahr 2010 auf 7,7% im ersten Halbjahr 2011. Auch Systems steigerte seinen Ergebnisbeitrag im Vergleich zum Vorjahr spürbar und erreichte ein EBIT von 15 Mio Euro (H1/10: 7,6 Mio Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich im Betrachtungszeitraum von 2,5% im ersten Halbjahr 2010 auf 3,8% im ersten Halbjahr 2011.

Im zweiten Quartal 2011 lag das Konzern-EBIT bei 16,4 Mio Euro (Q2/10: 6,7 Mio Euro). Die EBIT-Marge betrug 4,9% und hat sich damit gegenüber dem Wert von 2,5% im zweiten Quartal 2010 fast verdoppelt. Der Geschäftsbereich Robotics konnte dabei seinen Ergebnisbeitrag im Vergleich zum Vorquartal weiter steigern. Das EBIT betrug im Berichtsquartal 11,9 Mio Euro (Q2/10: 5,7 Mio Euro) und stieg gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Mio Euro (Q1/11: 10 Mio Euro).

Auch die EBIT-Marge erhöhte sich von 7,4% im ersten Quartal 2011 auf 8% im zweiten Quartal 2011. Der Geschäftsbereich Systems erwirtschaftete im zweiten Quartal 2011 ein EBIT in Höhe von 7,3 Mio Euro (Q2/10: 5,5 Mio Euro). Die EBIT-Marge stieg im Vergleich zu Q2/10 von 3,3 auf 3,8% im Berichtsquartal.

Kuka nähert sich nach eigenen Angaben zielstrebig den avisierten Jahreszielen: mindestens 1,2 Mrd Euro Umsatz und mindestens 5% EBIT-Marge auf Konzernebene. Eine höhere Auslastung der betrieblichen Kapazitäten, eine verbesserte Umsatzstruktur mit einem höheren Anteil der General Industry und eine Reduktion der operativen Gewinnschwelle unterstützen die Zielerreichung.

„Die Entwicklung in den ersten sechs Monaten zeigt den Erfolg unserer umgesetzten Maßnahmen und bildet eine sehr gute Basis für die Erreichung unserer angestrebten Zielwerte in 2011“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Till Reuter. „Besonders der hohe Auftragseingang und die dynamische Entwicklung in den ersten sechs Monaten machen uns sehr zuversichtlich.“