MPG-plus ist der leistungsstärkste Miniaturgreifer am Markt, so Schunk (Bild: Schunk).

MPG-plus ist der leistungsstärkste Miniaturgreifer am Markt, so Schunk (Bild: Schunk).

LAUFFEN (mg). Verglichen mit ähnlichen Modulen, die den gleichen Input benötigen, soll der neue Kleinteilegreifer von Schunk einen deutlich höheren Output erzielen. Damit macht er den Weg frei zu immer kleineren und effizienteren Systemen.

Die Kombination aus Ovalkolbenantrieb und Wälzführung sorgt bei dem kompakten Kraftpaket für einen enormen Wirkungsgrad und macht ihn zum leistungsstärksten Miniatur-Parallelgreifer am Markt, so Schunk. Aufgrund der hohen Kraft und Momentenaufnahme sind bei gleicher Baugröße längere Greiferfinger und höhere Greifkräfte möglich, verspricht Schunk.

Alternativ können Konstrukteure und Anwender bei identischem Kraftbedarf mit kleineren Baugrößen arbeiten. Wird der Greifer mit Mikroventilen bestückt, beschleunigt sich die Taktung um bis zu 100  %, so die Lauffener. Dieser “Produktivitätsbooster” spare zugleich wertvolle Druckluft sowie lästigen Montageaufwand.

Verglichen mit dem bisherigen MPG steigt die Greifkraft bei Baugröße 40 von 110 auf 140 N, also um stolze 25 %, heißt es. Die maximal zulässige Fingerlänge beträgt statt 40 dann 60 mm. Anders ausgedrückt: Statt Baugröße 50 genügt künftig Baugröße 40.

Indem die Anzahl der Kreuzrollen erhöht wurde, verteilt sich die Kraft auf mehr Schultern. Im Durchschnitt ist die Tragzahl um 30 % gestiegen. Damit wachse die Tragfähigkeit der gesamten Führung, der Verschleiß verringere sich und die Lebensdauer des gesamten Greifers profitiere davon. Für eine noch höhere Präzision seien die Rollenführungen einzeln gepasst. Sie arbeiten damit besonders stabil und leichtgängig, so Schunk.

Eine ganze Schicht einsparen

Beim MPG-plus hat Schunk konsequent auf Leichtbau gesetzt. Am Greifergehäuse wurde überschüssiges Material eingespart. Zudem kommen im Inneren Komponenten aus einem speziellen Hochleistungsaluminium zum Einsatz. Das Gewicht wurde so über alle Baugrößen hinweg durchschnittlich um über 10 % gesenkt. Damit lasse sich laut Hersteller die Dynamik einer übergeordneten Anlage weiter erhöhen. Schon eine um nur 2 ms verkürzte Taktzeit kann nach Unternehmensangaben in drei Monaten eine ganze Schicht einsparen.

Damit Konstrukteure beim Prozess- und Anlagendesign möglichst flexibel sind, lässt sich das Modul sowohl seitlich als auch bodenseitig durch- und anschrauben. Neben einer induktiven Abfrage ist der MPG-plus auch über integrier- und programmierbare Magnetschalter abzufragen. Ohne dass größere Störkonturen entstehen, detektiert dieser Sensor zwei Positionen, z. B. „Auf“ und „Zu“. Um die Prozessstabilität zu erhöhen, können zusätzlich die Ausschaltpunkte programmiert werden. So ist selbst bei sehr kleinen Hüben eine sichere Positionsabfrage und eine Detektion unterschiedlicher Werkstückgrößen möglich.