Bosch Rexroth IndraMotion MLC Industrie 4.0 Maschinensteuerungen

Bosch Rexroth bietet eine leistungsgesteigerte Hardwareplattform in durchgängigem Systemdesign für den erhöhten Informationsaustausch in hochvernetzten Produktionsanlagen. Bild: Bosch Rexroth

Die vertikale und horizontale Vernetzung erfordert für den erhöhten Informations- und Datenaustausch hohe Geräteperformance und gesteigerte Intelligenz für zukunftsfähige Maschinensteuerungen. Mit der neuen IPC-basierten Steuerungshardware IndraControl XM2 hat Bosch Rexroth die Gesamtleistung des Steuerungssystems IndraMotion MLC weiter gesteigert, heißt es. Dieses verbindet Motion-, Robot- und Logic-Control mit individueller Hochsprachenprogrammierung und eröffnet somit neue Möglichkeiten für das Engineering von Industrie 4.0-fähigen Gesamtlösungen.

Maschinenhersteller kombinieren laut Bosch die Steuerung mit IndraControl S20 E/A-Modulen im gleichen Formfaktor. Die lokale Anbindung der Peripherie gewährleiste eine hoch performante und synchrone E/A-Prozessdatenverarbeitung. Die Kombination von hydraulischen und elektrischen Aufgabenstellungen ist auf allen Geräteplattformen der IndraMotion MLC möglich. Rexroth hat Best-in-Class-Regler für hydraulische Antriebsaufgaben integriert und vereinheitlicht so die Inbetriebnahme und Bedienung von elektrischen und hydraulischen Achsen.

Mit der neuen IndraControl L75 auf Basis moderner Prozessortechnologie stellt Rexroth eine Variante für Anwendungen mit hohen Leistungsanforderungen zur Verfügung. Die zusätzliche IPC-Steuerungsplattform IndraControl VPB40.3 erweitert das System nach oben. Parallel zur Steuerung von bis zu 99 Achsen in harter Echtzeit steht auf dem gleichen Gerät ein Windows 7-Betriebssystem zur Verfügung. Damit können Maschinenhersteller auf der gleichen Hardware leistungsfähige Software-Tools zur Visualisierung, Prozessdatenverarbeitung, Analyse oder für das Reporting installieren.

Offene Standards für Software und Kommunikation bilden eine entscheidende Voraussetzung für vernetzte Produktionsumgebungen. Rexroth-Steuerungen unterstützen die Ethernet-basierte M2M-Kommunikation auf Basis von OPC UA und Sercos sowie alle weiteren gängigen Echtzeit-Ethernet-Protokolle. Durch eine Erweiterung des OPC UA-Informationsmodells verbessere IndraMotion MLC den Austausch von Daten zwischen Automatisierungskomponenten unterschiedlicher Hersteller und biete einen transparenten Zugriff auf alle höheren Systemfunktionen.

Über die Schnittstellentechnologie Open Core Interface können Maschinenhersteller direkt in einer Vielzahl von IT-Hochsprachen auf Steuerungsfunktionen zugreifen und eigenständig individuelle Funktionen umsetzen, heißt es weiter. Dieser direkte Funktionszugriff auf alle Steuerungselemente ermögliche die Integration von Smart Devices, Anwendungen der IT-Automation und die virtuelle Inbetriebnahme der Steuerungen ohne reale Maschine. Damit können Maschinenhersteller ihre Maschinensteuerungen parallel und sogar vor der Montage der realen Maschine programmieren, in Betrieb nehmen und optimieren,so Bosch Rexroth. Das verkürze die Entwicklungszeiten neuer Konzepte deutlich. Zusätzlich zu der bisherigen, breiten Palette an IT-Betriebssystemen, Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen umfasst die neue Version auch die einfache Programmierung sequentieller Befehlsketten durch die schlanke und kompakte Skriptsprache Lua.

Die Engineering-Umgebung IndraWorks deckt alle Phasen des SPS-basierten Engineerings ab. Vorbereitete technologieorientierte Lösungen, so genannte Function-Toolkits, beschleunigen dabei das Engineering, berichtet der Anbieter. So automatisiere die leistungsfähige Script-Schnittstelle ‚Automation Interface’ die Ausführung wiederkehrender Engineering-Tätigkeiten, die bislang per Hand ausgeführt werden mussten. Mit dem ECAD Data Interface entfällt laut Unternehmen die bislang mehrfach händisch eingepflegte Schaltschrankplanung in der Konstruktion, beim Schaltschrankbauer und dann bei der Inbetriebnahme für die Programmierung und Dokumentation. IndraWorks nutzt die einmal in EPLAN Electric P8 erstellten Schaltplandaten direkt im SPS-Engineering weiter.