3D Scene Flow MVTec  Sicherheit Fertigungsprozesse

Mit „3D Scene Flow“ lässt sich die Bewegungsrichtung von Robotern zuverlässig bestimmen und damit die Sicherheit der Fertigungsprozesse erhöhen. – Quelle: MVTec

Bei der Positionsbestimmung von Objekten in der Produktion arbeiten Machine-Vision-Verfahren standardmäßig mit zweidimensionalen Bilddaten. Diese werden von einer Kamera aufgenommen und dann von der Machine-Vision-Software verarbeitet.

Dadurch lässt sich beispielsweise die genaue Lage von Bauteilen erkennen und damit die Fertigungssicherheit erhöhen. Eine Koordination im dreidimensionalen Raum ist mit diesem Verfahren jedoch nicht möglich, was den Einsatz im automatisierten Produktionsumfeld limitiert.

Eine neue Technik arbeitet mit dreidimensionalen Daten: „3D Scene Flow“ von MVTec nutzt einen Mehrbild-Kameraaufbau. Installiert werden hierbei zwei oder mehr Kameras, die Bildinformationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufnehmen.

Mit einer Sequenz von mehreren Bildern lassen sich dann Dinge, die sich im dreidimensionalen Raum bewegen, nachverfolgen und exakt lokalisieren. Dadurch kann – im Gegensatz zu zweidimensionalen Verfahren – die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit im Raum mittels eines 3D-Vektorfeldes ermittelt werden.

„3D Scene Flow“ ist Bestandteil der neuen Version 12 der Machine-Vision-Software Halcon. Damit sind nun erstmals 3D-kompatible Algorithmen zur Auswertung von Bildsequenzen in einem Standard-Softwarepaket enthalten.

Mit dieser Technik lassen sich beispielsweise die Sicherheit in automatisierten Produktionsprozessen erhöhen und gleichzeitig teure Unterbrechungszeiten reduzieren. Im klassischen Produktionsumfeld arbeiten Roboter in abgegrenzten Fertigungszellen. Kommt eine Person in die Nähe oder überschreitet eine Grenze, stoppen Sensoren die Maschine.

Mit „3D Scene Flow“ lässt sich die Interaktion zwischen Mensch und Roboter jetzt neu gestalten: Der Mehrbild-Kameraaufbau überwacht den Arbeitsbereich des Roboters aus mehreren Perspektiven.

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