Kunststoff-Bauteile für Anwendungen in der Hydraulik und Pneumatik müssen zäh und hoch belastbar

Kunststoff-Bauteile für Anwendungen in der Hydraulik und Pneumatik müssen zäh und hoch belastbar sein.

GROß-BIEBERAU (pd). Hohlschrauben für die extrem beanspruchten Schlauchanschlüsse hydraulischer Rettungsscheren, aufs Hundertstel genau gefertigte Distanzscheiben, Kupplungen für pneumatische Niederdruckschläuche oder Dichtungen für Ventilsysteme: Zulieferer Wagner, spezialisiert auf die Kunststoffzerspanung, realisiert heute für viele namhafte Geräte- und Komponentenhersteller in den Bereichen Hydraulik und Pneumatik hoch belastbare und einbaufertige Präzisionsbauteile. Dabei nutzt das Unternehmen die komplette Palette der heute zur Verfügung stehenden Polymer-Werkstoffe. Insbesondere die technischen Kunststoffe POM, PVDF, PTFE und PET stehen dabei im Mittelpunkt.

Beständig und belastbar

Für die hydraulischen Rettungsscheren eines führenden europäischen Herstellers galt es beispielsweise, Bauteile aus einem sehr zähen Kunststoff zu fertigen. Sie mussten außerdem sehr witterungsbeständig sein und große Temperaturunterschiede vertragen. Da Wagner auf die mechanische Bearbeitung spezialisiert ist, gehört das Unternehmen immer dann zu den bevorzugten Partner der Konstrukteure und Entwickler aus Hydraulik und Pneumatik, wenn mittlere oder kleine Serien geometrisch hochwertiger Bauteile benötigt werden. In diesen Fällen erweist sich die mechanische Bearbeitung stets als das wirtschaftlichste Fertigungsverfahren – beispielsweise gegenüber dem Spritzgießen. Auch wenn oberflächen- oder strömungstechnisch ausgefeilte Bauteile von hoher Präzision in kleinen Losgrößen erforderlich sind, rechnet sich der Aufwand für die Anfertigung eines Spritzguss-Werkzeugs meist nicht.

Immer wichtiger wird die mechanische Fertigung von Kunststoffteilen inzwischen auch durch den Einfluss von Leichtbau und Miniaturisierung. Wo winzige Pumpen, Armaturen oder Ventilmodule eingesetzt werden (wie etwa in der Medizin- und Messtechnik) wachsen die Anforderungen an die geometrische Präzision, weil die oft multifunktionalen Mini-Bauteile überaus komplexe Formen haben. Extreme Rundlaufgenauigkeiten, Dichtoberflächen bis Ra 0,8 und winzige Radien von nur 0,2 mm gehören hier zu den Standardwünschen der Kundschaft. Auf diesem Gebiet hat Wagner sogar schon Großserien von bis zu 30.000 Stück produziert.

Perfektion „aus dem Vollen“

Zulieferer Wagner setzt ein breites Spektrum mechanischer Fertigungsverfahren vom Drehen und Fräsen bis zum Bohren und Schneiden ein. Hierzulande zählt das Unternehmen übrigens zu den führenden Kunststoff-Zerspanern und zu jenem kleinen Kreis der Kunststoffbearbeiter, die die Bearbeitung „aus dem Vollen“ geradezu perfektioniert haben.