Hochgeschwindigkeitskameras erkennen Details, die herkömmliche Messmethoden nicht erkennen (Bild:

Hochgeschwindigkeitskameras erkennen Details, die herkömmliche Messmethoden nicht erkennen (Bild: Optronis).

Optronis ermöglicht webbasierte Kamera-Steuerung für die Prüfstands-Automatisierung. Die Analysesoftware TimeBench vereinfacht den Einsatz von Hochgeschwindigkeitskameras im industriellen Umfeld.

KEHL (sp). Optronis erweitert die Software TimeBench um einen Webservice zur plattformunabhängigen Steuerung der High-Speed-Kameras und ergänzt damit das Portfolio an optischen Lösungen für die Systemintegration und Qualitätssicherung.
TimeBench ist die Analysesoftware für die High-Speed-Kameras der Optronis GmbH. Die Software wurde vor allem für die Kamera-Systeme im Imaging-Bereich (CR-Serie) entwickelt, um beispielsweise Fehler im Prozessablauf zu analysieren oder Daten zur Instandsetzung einzuholen. Die grundlegenden Features wurden jetzt um weitere Tools erweitert. Unter anderen ein Webservice, der es erlaubt Messungen an Prüfständen zu automatisieren.
Bis dato war die Steuerung von High-Speed-Kameras in der Qualitätssicherung nur von einem direkt an die Kamera angeschlossenem PC aus möglich. Mit dem neuen Release der TimeBench, der Analysesoftware für die Optronis High-Speed-Kameras, gehört dies nun der Vergangenheit an.
Je nach Anwendungsfall wird die Imaging-Kamera wie eine handelsübliche Video- oder Fotokamera platziert und an einen PC vor Ort angebunden, auf dem TimeBench installiert ist. Dieser PC dient als Server. Zur Anbindung weiterer Geräte liefert die Optronis GmbH mit der TimeBench standardmäßig einen Webservice, ähnlich eines speziellen Software Development Kits (SDK), aus. Hierüber können unterschiedliche Geräte, wie SmartPhones, weitere Computer oder auch iPads, angebunden werden. Der Anwender kann nun über die integrierten Geräte webbasiert auf die TimeBench vor Ort zugreifen. Damit lassen sich Aufnahmen in Industrieanlagen oder Prüfständen ortsunabhängig steuern. So kann beispielsweise die Qualitätssicherung direkt vom Arbeitsplatz aus Analysen durchführen und die Kamera in der Produktion steuern, Daten triggern und speichern. Oder aber Instandhaltungsmaßnahmen eines Mitarbeiters vor Ort werden direkt über angebundene Mitarbeiter im Büro ausgewertet.
Die Hochgeschwindigkeitskameras der Optronis GmbH zeichnen je nach Kameramodell bis zu 4 Millionen Bildpunkte bei einer Bildrate von 500 Bildern pro Sekunde auf. Mit diesen hohen Bilddaten und Bildwiederhohlraten liefern die Kameras detailreiche Einblicke. „Hochgeschwindigkeitskameras geben unseren Kunden oft Aufschluss über Vorgänge oder auch Details, die über herkömmliche Messmethoden nicht erkannt hätten werden können“ erläutert Dr. Bernd Reinke, Leiter des Geschäftsbereichs Industrielle Kameras bei der Optronis GmbH. „Dabei ist der Aufwand derartiger Messungen mit den vorhandenen Lösungen verschwindend gering und wir arbeiten beständig daran, dass der Einsatz der Kameras so einfach wird, wie ein privater Video-Dreh.“ Die Imaging-Kameras werden dabei längst nicht nur im industriellen Umfeld, sondern auch in der Endoskopie, Mikroskopie oder Wissenschaft und Forschung eingesetzt.
Das neue Release der TimeBench ist im Kaufpreis jeder Imaging-Kamera (CR-Kamera) der Optronis GmbH enthalten. Zur Grundinstallation ist ein handelsüblicher PC erforderlich mit den empfohlenen Betriebssystemen MS Windows Vista und MS Windows 7.
Zur genauen Analyse bietet TimeBench bereits Abstand-, Winkel- oder Geschwindigkeitsanalysen wie auch eine einfache Projektverwaltung. Mit dem Release 2.3 wird die Anwendung um weitere Features, wie Keyframes, Overlays und einer Reporting-Funktion erweitert.