Die neu entwickelte Rollnahtschweißzange von Reis Robotics wird als Weltneuheit auf der

Die neu entwickelte Rollnahtschweißzange von Reis Robotics wird als Weltneuheit auf der diesjährigen Blechexpo/Schweisstec präsentiert.

OBERNBURG (mg). Bisherige Rollnahtschweißzangen wurden entweder stationär betrieben oder bei Anbringung an einen Roboter schleppend oder pneumatisch unterstützt geführt und nicht durch einen Servomotor aktiv angetrieben. Diese Ausführung bestehender Rollnahtschweißzangen hatte deutliche Nachteile, insbesondere da kein wegsynchroner Rollenantrieb gewährleistet war.

Ebenso konnten keine Gravitationskräfte kompensiert werden und durch eine unzureichende Kühlung können bisher nur Dünnblechbereiche abgedeckt werden. Hierdurch bedingt waren sehr große Rollen notwendig, so dass nur ein sehr eingeschränktes Bauteilspektrum ohne enge Radien oder S-förmige Konturen geschweißt werden konnte. Bedingt durch keinen wegsynchronen Rollenantrieb sind die bisherigen Rollnahtschweißzangen sehr stark Schlupf behaftet, mit einer daraus resultierenden schlechteren Nahtqualität bzw. auch erhöhtem Elektrodenverschleiß.

Auch konnte keine automatische Wege- und Bauteilabhängige Parameteranpassung für einen optimalen Prozess sichergestellt werden. Mit der neu entwickelten servomotorischen Roboter-Rollnaht-Schweißzange mit integrierter  Wasserkühlung von Reis Robotics in Kooperation mit Elektroschweißtechnik Dresden können die oben genannten Nachteile nun komplett abgestellt werden, heißt es.

Eine oder beide Rollen sind nun servomotorisch angetrieben bzw. angesteuert, wodurch nun eine schlupffreie gesteuerte Bewegung entlang der Bauteilkontur sichergestellt wird. Der Antrieb der Rollen ist voll in die Robotersteuerung integriert, so dass die Bewegung der Rollen exakt die tatsächliche Geschwindigkeit wiedergibt. Hierdurch wird laut Reis ein absoluter wegsynchroner Rollenantrieb ermöglicht.

Weiter beinhaltet die Rollnahtschweißzange Kompensationseinrichtungen zum Ausgleich von Bauteiltoleranzen wie aber auch von Gravitationskräften wenn eine Schweißung im 3D-Bereich ausgeführt wird. Weiterhin sind die Elektroden bis unmittelbar zum Schweißprozess wassergekühlt, so dass sehr kleine Elektroden eingesetzt werden, um damit ein großes Bauteilspektrum auch mit engen Radien bzw. S-förmigen Konturen abschweißen zu können.

Durch die synchrone Bewegung des Roboters und der Schweißelektroden ist ein Schlupf ausgeschlossen wodurch eine erhöhte Elektrodenstandzeit sichergestellt wird. Zusätzlich können jetzt Wege- und bauteilabhängige Parameter auf einfachste Art und Weise angepasst werden, was zu einer Erhöhung der Schweißnahtqualität bzw. der Wirtschaftlichkeit führt.