In Rittershausen konstruierte und fertigte Rittal erstmals den Schaltschrank als Standardprodukt.

In Rittershausen konstruierte und fertigte Rittal erstmals den Schaltschrank als Standardprodukt. Bild: Rittal

HERBORN (sp). Innerhalb der letzten 50 Jahren gelang Rittal der Sprung vom 20-Mann-Unternehmen zum weltweit größten Schaltschrankhersteller. „Überall stehen die Sprungbretter“, sagt Friedhelm Loh, der zahlreiche Chancen und Ansatzpunkte sieht, den Umsatz Rittals von derzeit rund 2 Mrd Euro um beachtliche 50 % auf 3 Mrd bis zum Jahr 2015 zu steigern.

500 Mio Euro Investments geplant

Friedhelm Loh, der die Geschicke Rittals seit 40 Jahren lenkt, gelang es, das vom Vater ohne konkrete Produktidee in einer alten Weberei gegründete Unternehmen, zum erfolgreichen Global Player mit 10 000 Mitarbeitern, 10 Produktionsstätten und 63 Tochtergesellschaften zu machen. Für sein ehrgeiziges Ziel will Loh Investments in Höhe von 500 Mio Euro „in finanzieller Unabhängigkeit“ (Loh) aufbringen; allein für China seien 40 bis 50 Mio vorgesehen. Ein großer Teil der Mittel soll in den Ausbau des Vertriebs fließen, denn „in vielen Ländern stehen wir est am Anfang“, so Loh. Weitere Ausbaumöglichkeiten sieht er in dem Baukastenprinzip seines Schaltschrankkonzeptes – das dem Rationalisierungsdruck, unter dem seine Kunden stehen, entgegenkommt. Ebenfalls sollen die IT-Infrastrukturen des Unternehmens weiterentwickelt werden.

Gewachsen aus der Krise

Bestärkt in seinem Glauben an künftige Erfolge wird Loh durch das erfolgreiche Meistern der schweren Krise im Jahr 2009 mit einem Umsatz-Minus von 30 % und durch die Auftragsbestände die bereits jetzt Umsätze bis weit ins Jahr 2012 garantieren.