Sicherheitsbremsen der Baureihe Roba-linearstop sind für dynamische Bremsvorgänge konzipiert und

Sicherheitsbremsen der Baureihe Roba-linearstop sind für dynamische Bremsvorgänge konzipiert und lassen sich direkt an normbasierte Zylinder nach DIN ISO 15552 anbauen (Bild: Mayr).

Die meisten heute am Markt verfügbaren Bremselemente für lineare Bewegungen fungieren als reine Klemmeinheiten. Sie sind nicht für dynamische Bremsvorgänge geeignet, sondern lediglich dafür konzipiert, die Achsen im Stillstand sicher zu halten.

Mauerstetten (pd). Die Roba-linearstop hingegen ist eine vollwertige Sicherheitsbremse nach BG-Prüfgrundsatz. Sie erlaubt es, Achsen aus der Bewegung zuverlässig abzubremsen.

Die dynamischen Sicherheitsbremsen der Baureihe Roba-linearstop arbeiten nach dem fail-safe-Prinzip. Die Bremskraft wird von Druckfedern erzeugt und über eine konische Fläche auf eine Spannzange spielfrei übertragen. Diese Spannzange klemmt die Bremsstange stufenlos, ohne deren Position zu verändern. In geschlossenem Zustand ist die Bremse in beide Bewegungsrichtungen belastbar. Dynamische Bremsungen können aus Geschwindigkeiten von maximal 2 m/s ausgeführt werden.

Dynamische Stopps wurden auf dem mayr-Fallprüfstand nach den Vorgaben des BG-Prüfgrundsatzes gestestet. Entsprechend den Anforderungen der Berufsgenossenschaften werden die Probanten eine Million mal statisch ohne Last und eine Million mal mit Lastübernahme geschaltet. Bei jeder 1000sten Schaltung wird aus der Bewegung dynamisch abgebremst. Die Roba-linearstop Bremseinheit hat im Dauerversuch 30.000 dynamische Bremsvorgänge mit Maximalbelastung problemlos erreicht und ist damit deutlich besser als der BG-Prüfgrundsatz, welcher nur 1.000 dynamische Bremsungen fordert.

Roba-linearstop Sicherheitsbremsen sind direkt anbaubar an normbasierte Zylinder nach DIN ISO 15552. Sie können zudem einfach, schnell und ohne aufwändige Anpassungen in unterschiedliche Antriebskonstellationen integriert werden. Im Gegensatz zu anderen Linearbremssystemen muss die ROBA®-linearstop nicht am Schlitten mitfahren. Damit vereinfacht sich die Zuführung der Pneumatikleitungen. Die Bremse kann mit einem stehenden Maschinenteil verschraubt werden. Die zylindrische Kolbenstange wird durch die zentrale Bohrung der Bremse geführt und mit dem Schlitten des Linearantriebs verbunden.

Beim Verfahren des Schlittens schiebt sich diese Kolbenstange axial durch die Roba-linearstop. Schließt die Bremse wird der Schlitten dynamisch gebremst und anschließend spielfrei und positionsgenau gehalten. Die Achse ist in beide Bewegungsrichtungen gesichert. Gelüftet wird die Bremse pneumatisch mit 4 bis 6 bar, entsprechend der eingestellten Bremskraft. Ein integrierter Initiator meldet permanent den Schaltzustand der Bremse. Die Roba-linearstop Bremseinheit wird in vier Baugrößen mit Nennhaltekräften von 1,5 kN bis 40 kN angeboten.