Den Force-Sensor von Fanuc Robotics gibt es ab sofort in vier Baugrößen zum Erfassen von Kräften

Den Force-Sensor von Fanuc Robotics gibt es ab sofort in vier Baugrößen zum Erfassen von Kräften zwischen 147 und 2.500 N.

NEUHAUSEN (mg). Den Force-Sensor von Fanuc Robotics gibt es in unterschiedlichen Gewichtsklassen. Gerade in Kombination mit dem für Montagezwecke besonders gut geeigneten LR Mate war eine leichte Variante für den 5-kg-Roboter immer häufiger in der Praxis nachgefragt worden.

Diese kleinste Variante FS-15iA ist für die Roboter der LR-Mate-Klasse und die Roboter bis 10 kg Traglast M-10iA gedacht. Theoretisch wäre selbst ein Einsatz an den Deltarobotern M-1iA und M-3iA denkbar. Die nächstgrößere Version FS-60iA ist bis zu einer Normallast von 392 N spezifiziert. Mit 980 N folgt die Version FS-100iA. Der Force-Sensor FS-250iA ist von der Größe her das Topmodell, das bis zu einer Normallast bis 2 500 N arbeitet, so Fanuc.

Alle Sensoren seien für eine kurzfristige Überlast bis zum Zehnfachen ihrer Normallast ausgelegt, ohne Schaden zu nehmen. Kräfte und Momente in allen sechs Freiheitsgraden werden erkannt. Über eine serielle Schnittstelle tauscht der Force-Sensor Daten mit der Robotersteuerung aus. Dies kann beim kleinsten Sensor auch der Mate-Controller sein.

Der Datenaustausch geschieht nahezu in Echtzeit. Alle zwei Millisekunden liefert der Sensor seine Informationen. Die Genauigkeit wird mit weniger als 2 % der Normallast angegeben. Die Software für den Sensor wird bei Fanuc Robotics dem Robotcontroller aufgespielt – und zwar inklusive der Kalibrierungsdaten, die für jeden Sensor einzeln ermittelt werden.

Der Sensor und seine Software sind auch deshalb komplett in die Steuerung integriert, weil der Sensor mit dem internen Bahnplaner kommuniziert. Für den Anwender jedoch heißt es lediglich: Kabel anschließen und schon ist das System betriebsbereit. Generell sind die Sensoren für Anwendungen geeignet, bei denen kraftgebundene Vorgänge stattfinden. In der Praxis haben sich vor allem zwei Anwendungen herauskristallisiert: die Montage enger Passungen und Bearbeitungsaufgaben wie Polieren, Schleifen oder Entgraten.

Weiter zu Seite 2: Force Sensor wird bei Entgrataufgaben immer interessanter

Nico Hermann, der Produktspezialist für den Force Sensor, ist sicher, dass der Force Sensor bei Entgrataufgaben immer interessanter wird: „Die Kraft-Momenten-Sensoren werden zusammen mit der Funktion ‚Contouring’ bei der automatisierten Bearbeitung von Flügeln für Windkraftanlagen zunehmend eine interessante Rolle spielen.“

Einer vorgegebenen Bahn folgt der mit Force Sensor ausgestattete Roboter und bearbeitet das Bauteil mit vorgegebener Kraft. Zu achten ist bei Polier- oder Entgrataufgaben, dass das Werkstück gut fixiert ist. Schwingt das Bauteil, können sich die Frequenzen des Werkstückes und des Sensors überlagern und das Ergebnis verzerren.

Nico Hermann kennt durch den intensiven Kontakt zu Anwendern und Systemintegratoren zahlreiche unterschiedliche Anwendungen: „Diese Erfahrungen bringen wir immer wieder ein und können für einzelne Applikationen praxisgerechte Tipps geben.“ Belegt wird die Orientierung an der Praxis durch zahlreiche Unterfunktionen in der Software des Force Sensors.