Bachmann - hier die Zentrale in Feldkirch - arbeitet an neuen Automatisierungslösungen, die den schweren Maschinenbau der Vision der intelligenten Fabrik ein Stück näher bringen

Bachmann - hier die Zentrale in Feldkirch - arbeitet an neuen Automatisierungslösungen, die den schweren Maschinenbau der Vision der intelligenten Fabrik ein Stück näher bringen. - Bild: Bachmann

Der Begriff Industrie 4.0 ist im Maschinenbau in aller Munde. So arbeitet auch Bachmann Electronic im österreichischen Feldkirch an neuen Automatisierungslösungen, die den schweren Maschinenbau der Vision der intelligenten Fabrik ein Stück näher bringen.

Eine davon ist ein neues Software-Konzept, das ohne großen Mehraufwand die Datentiefe in der vertikalen Ebene auf ein neues Niveau hebt und die Informationen weltweit über Anlagen- und Eigentümergrenzen hinweg zielgruppenspezifisch nutzbar macht.

Das Schlagwort Industrie 4.0 beschreibt in erster Linie den Trend, dass die Informationstechnologie zunehmend Einzug in die Fertigungstechnik erhält. Am Ende dieser Entwicklung steht die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch effizientere, flexiblere und ressourcenschonendere Fertigungsprozesse auszeichnet.

Durch eine zunehmende Vernetzung sollen außerdem Kunden und Partner mehr in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse eingebunden werden. Technologische Grundlage hierfür sind mit IT-Technologie ausgestattete Komponenten, cyber-physische Systeme genannt, die sich im so genannten Internet der Dinge miteinander verbinden.

Die Entwicklung hin zur intelligenten Fabrik hat aus Sicht der Automatisierung vor allem zwei betrachtungswürdige Dimensionen, nämlich den horizontalen und den vertikalen Informationsfluss. Während der horizontale Informationsfluss die Vernetzung bzw. den Datenaustausch über Anlagenteile und Hersteller hinweg beschreibt, betrifft der vertikale Datenfluss die intelligente Datennutzung innerhalb einer Anlage bzw. über verschiedene Standorte hinweg.

Bachmann fokussiert sich in seiner Entwicklungsarbeit in einem Anwendungsfeld auf Automatisierungslösungen zur Optimierung des vertikalen Datenflusses, mit dem Ziel, die Maschinenüberwachung und das Servicemanagement zu optimieren sowie ungeplante Stillstandzeiten zu vermeiden.

Und diese Vision trägt erste erntereife Früchte in Form des Software-Frameworks Flotten-Management-System (FMS). Dieses beruht auf einem neuartigen Konzept, das Daten aus der Tiefe der Maschinen-Sensorik und -aktorik holt und diese zu weltweit nutzbarem Wissen veredelt, das auf globaler Ebene eine zustandsbasierte Wartung über Anlagen- und Eigentümergrenzen hinweg ermöglicht.