Automatische Etikettierung in der industriellen Produktion

Automatische Etikettierung in der industriellen Produktion. - Bild: Bluhm Systeme)

Etiketten enthalten längst nicht mehr nur Produktinformationen oder Versanddaten, sondern können über maschinenlesbare Codes sogar ganze Anlagen steuern – Stichwort Industrie 4.0. Produktionsbetriebe müssen verschiedenste Etiketten variabel drucken und aufbringen können. Die richtige Ausstattung hilft dabei, die Prozesse effizienter zu gestalten. Kennzeichnungsspezialist Bluhm Systeme weiß, worauf es bei der Auswahl der passenden Etikettiertechnik zu achten gilt.

Etikettendruckspender

Etikettendrucker mit Spender decken den Großteil aller Anwendungen ab. In nur einem Arbeitsgang bedrucken sie die Etiketten 1:1 mit variablen Daten und applizieren sie auf das Produkt, welches sich entweder im Durchlauf oder im Stopp befinden kann. Die Etikettiersysteme bestehen aus einem Auf- und Abwickler, einem Applikator und Spendestempel sowie einem Druckmodul. Genau wie ein herkömmlicher Etikettendrucker bedrucken sie die Etiketten mittels Thermotransferdruck oder Thermodirektdruck.

Die verschiedenen Preis- und Leistungsklassen richten sich vor allem nach der Produktionsgeschwindigkeit, Flexibilität, Robustheit und dem Funktionsumfang.

Etikettenspender mit alternativen Drucksystemen 

In einigen Fällen ist es sinnvoll, einen Etikettierer mit einem speziellen Drucksystem zu wählen. Das können integrierte Tintenstrahldrucker, Laser oder Thermotransfer-Direktdrucker sein: 

Etikettierer mit Tintenstrahldrucker sind ideal für Anwendungen, bei denen nur wenig Inhalt – wie z. B. eine Lot-Nummer – auf das Etikett gedruckt werden muss. Die Systeme stellen eine günstige und flexible Alternative zu Heißprägesystemen dar. Inkjet-Drucker wie die von „Markoprint“ punkten dazu vor allem in schwierigen Produktionsumgebungen, in denen manche Teile schnell korrodieren: Mit jedem Kartuschenwechsel wird automatisch der Druckkopf erneuert, wodurch die Druckqualität konstant gut bleibt. Ihr Nachteil liegt darin, dass Tintenstrahldrucker für bestimmte Etikettenmaterialien und Druckrichtungen ungeeignet sind. 

Etikettierer mit Laserbeschrifter bieten den Vorteil, dass sie dauerhafte und chemikalienresistente Kennzeichnungen erzeugen können. Die Laser arbeiten ohne Verbrauchsmaterialien und sind nahezu wartungsfrei. Da sie in der Anschaffung jedoch teurer sind, lohnen sie sich meist erst für Anwendungen mit hohem Durchsatz. 

Thermotransfer-Direktdrucker können Verpackungsfolien und Hochglanzkartons direkt beschriften. Da hierdurch zusätzliche Etiketten gespart werden, erweisen sie sich als sehr wirtschaftlich. Sie funktionieren in alle Druckrichtungen.

Etikettieranlagen mit anwendungsspezifischen Modulen

Bei bestimmten Produktformen oder Etikettierpositionen stoßen herkömmliche Etikettiermaschinen an ihre Grenzen. In solchen Fällen kommen Vollautomaten zum Einsatz, die über spezielle Module verfügen. Mit deren Hilfe können sie die herannahenden Behältnisse eigenständig rotieren, ausrichten oder anderweitig handhaben. Bluhm Systeme bietet solche Anlagen unter dem Modellnamen „Geset“ an. Diese verfügen über ein spezielles Baukastensystem mit bis zu 50 verschiedenen Modulen für besonders hohe Flexibilität, Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit. 

Herausforderungen beim Etikettieren 

Welches System für Sie am besten geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Vorab sollten Sie daher genau abwägen, welche Anforderungen Sie an die Etikettiertechnik stellen. Hilfreich sind dabei z. B. folgende Fragen:

  •  Mit welcher Produktionsgeschwindigkeit muss das System mithalten können?
  • Herrschen besonders raue Produktionsbedingungen vor (z. B. Nassreinigung)?
  • Wie sind die Platzverhältnisse am Anwendungsort?
  • Soll das Etikettenformat häufig gewechselt werden?
  • Sind die herannahenden Produkte unterschiedlich hoch?
  • Welche Etikettierpositionen sind erforderlich (z. B. übereck)?
  • Müssen bestimmte Normen erfüllt werden (z. B. GS1)?
  • Sind kritische Oberflächen oder Formen zu etikettieren (z. B. zylindrische Produkte)?
  • Ist eine besonders hohe Präzision bei der Applikation gefragt?
  • Müssen bestimmte IT-Schnittstellen vorhanden sein?
  • Wie trägt das System zur Gesamtanlageneffizienz bei?
  • Bietet der Hersteller schnellen technischen Support an?

Die Experten von Bluhm Systeme stehen Ihnen für alle Fragen rund um die Etikettierung zur Verfügung und bieten auch eine kostenfreie Beratung vor Ort an (Tel.: 02224 / 7708-0, E-Mail: info@bluhmsysteme.com).