Jörg Hutzel, Geschäftsführer der Handlingtech Automations-Systeme GmbH: „Dem Jahr 2012 sehe ich

Jörg Hutzel, Geschäftsführer der Handlingtech Automations-Systeme GmbH: „Dem Jahr 2012 sehe ich mit großem Interesse entgegen.“ Bild: Handlingtech

Jörg Hutzel, Geschäftsführer der Handlingtech Automations-Systeme GmbH sieht dem Jahr 2012 mit großem Interesse entgegen. Produktion-Redakteurin Annika Mentgen erklärt er, warum.
Das letzte Jahr stand im Zeichen der Schulden- und Eurokrise. Wird sich die Situation 2012 bessern?
Dies zu beurteilen ist sehr schwer und wird eher von der Hoffnung getragen. Aus meiner Sicht sind die Schulden zum Beispiel von Griechenland so kapital, dass diese Länder kaum zu retten sind. Man darf sich nur ausmalen was passiert, wenn Italien zahlungsunfähig wird, dann spitzt sich die Lage dramatisch zu. Ich hoffe, dass in den betroffenen Ländern einschneidende Maßnahmen getroffen werden, die Besserung versprechen. Sollte dies gelingen und sich die Länder aus dem Fokus entziehen, könnten wir eine Besserung erhalten, zu richtig überzeugt bin ich allerdings nicht.

Welche Themen stehen für Handlingtech 2012 ganz oben auf der Agenda?
Dem Jahr 2012 sehe ich mit großem Interesse entgegen. Unsere Produkte strahlen nach Erhalt des ‚product design awards 2011‘ in hellem Licht, die Standardzellenbaureihe bekommt aber noch ein paar Ergänzungen. Sprich, für den Kunden werden neue Varianten, die Zellenauswahlmöglichkeiten erhöhen. Wichtigstes Jahresziel wird aber der Neubau und Umzug nach Steinenbronn darstellen. Wir planen im Laufe des Jahres eine neue, höchst innovative Produktionshalle mit Verwaltungsgebäude und wollen zum Jahresende möglichst schon in den neuen Räumen sein. Im Anschluss haben wir dann für ein Hightech-Produkt auch die passende räumliche Umgebung.

Falls es 2012 zu einer weiteren Wirtschaftskrise kommt: Wie gut haben Sie sich Ihrer Meinung nach in der Zwischenzeit aufgestellt, um solche Situationen zu meistern?
Ich denke, wir hatten in 2008 einen guten Probelauf und wissen nun wie man schnell und gezielt reagieren kann. Wir haben uns vielschichtiger aufgestellt, haben versucht mehrere Standbeine zu schaffen und nicht von einer einzelnen Firma abhängig zu sein. Sollte es zu einer weiteren Krise kommen, werden wir die damaligen Tugenden (Neuentwicklung, Weiterbildung der Mitarbeiter, Arbeitsplatzsicherheit, Strukturanpassung, usw.) erneut verfolgen, um danach gestärkt zu starten.