Vision: Umsätze in der Bildverarbeitung steigen zweistellig 1

Anlässlich der diesjährigen “Vision” gibt der VDMA  einen Überblick über die – deutlich verbesserte - Lage der Branche.

Sabine Spinnarke

STUTTGART. Mit einem Aussteller- und einem Besucherplus geht die Stuttgarter Fachmesse für Bildverarbeitung in die 23. Runde; korrelierend dazu verzeichnet die Branche auch ein beachtliches Umsatzplus: „Für das laufende Jahr rechnen wir mit einem Umsatzwachstum der deutschen Bildverarbeitungsbranche von 18 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro“, so Dr. Olaf Munkelt, der Vorstand des VDMA, Industrielle Bildverarbeitung. Munkelt berichtet von “ungewöhnlich starken Auftragseingänge im laufenden Jahr”. Allerdings bestünden weiterhin gewisse Risiken, die zu einer Verlangsamung des Wachstums führen könnten. Währungsschwankungen, Dollarschwemme, der chinesische Yen und die gesamte Rohstoffproblematik sorgten dafür, dass das “Grundvertrauen von 2008 noch nicht zurückgekehrt ist”, so Munkelt. Trotz dieser Risiken erwartet der VDMA ein moderates Umsatzplus von etwa fünf Prozent für 2011. Sollte dies zutreffen, könne man 2012 das Umsatzniveau des Boomjahres 2008 erreichen.

International

Die Krise 2009 hatte in der Branche weltweit für Umsatzeinbrüche von bis zu 20 Prozent gesorgt. Mit Einbußen von etwa 15% fielen die Rückgänge in Asien nicht ganz so schwer ins Gewicht. Die BRIC-Staaten insgesamt liegen – sowohl bei den BIP-Prognosen für 2010 als auch für 2011 – weit über dem Durchschnitt des Weltwirtschaftswachstums. “Die Potenziale für die Bildverarbeitung sind zunehmend international”, ist sich Munkelt sicher – auch wenn derzeit noch dreiviertel der Umsätze in Europa generiert werden. Die Wachstumsaussichten in den Schwellenländern sind hervorragend, denn die BV bietet den Schwellenländern dringend benötigte Technologie für die Steigerung von Qualität und Produktivität der industriellen Fertigung. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin ein überproportionales Wachstum der Bildverarbeitungslieferungen insbesondere in die asiatischen Märkte zu erwarten. Der europäische Binnenmarkt hingegen sei als “Basis” zu betrachten.