DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Die schwache Nachfrage in Deutschland wurde durch eine Stärkung des Auslandsgeschäfts ausgeglichen. Phoenix Solar erzielte im dritten Quartal Erlöse von 95,3 Mio Euro, was gut 6% mehr war als ein Jahr zuvor. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 120 Mio Euro gerechnet. Das Unternehmen aus Sulzemoos verzeichnete dabei einen Auslandsanteil von über 55% nach knapp 8% im Vorjahr. Auf dem Heimatmarkt sei die Nachfrage nach der außerplanmäßigen Kürzung der Solarförderung ab Juli erwartungsgemäß stark zurückgegangen, hieß es.

Während der Umsatz deutlich unterhalb der Erwartungen lag, erreichte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 4,3 Mio Euro nahezu die Analystenschätzung von 4,6 Mio Euro. Unter dem Strich blieb ein Nachsteuerergebnis von 2,3 Mio Euro.

Damit ist das Unternehmen, welches mit Solartechnik handelt und größere Anlagen errichtet und verkauft, nach neun Monaten auf Kurs Richtung Jahresziel. Ende September summierte sich der Umsatz auf 459 Mio Euro, das EBIT auf 31,2 Mio Euro. Die aktuelle Prognose für den Jahresumsatz lautet auf 660 Mio bis 700 Mio Euro und für das EBIT auf 36 Mio bis 40 Mio Euro. In der Mitteilung zum Quartalsergebnis machte Phoenix keine Angaben zum konkreten Ausblick.

Der Vorstandsvorsitzende Andreas Hänel wurde mit der Aussage zitiert, dass die Nachfrage im Handelsgeschäft seit September wieder ansteige. Er gehe von einem starken Jahresendgeschäft aus, dass aber nicht die Spitzenwerte des zweiten Quartals erreichen werde. Getrieben von der bevorstehenden Förderkürzung hatte das Unternehmen von April bis Juni bei einem Umsatz von 284 Mio Euro ein EBIT von 22,3 Mio Euro erzielt.