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Gaben mit dem offiziellen Spatenstich das Startsignal für den Neubau des BMZ-Hauptsitzes in Karlstein (v.l.): Micheal Hennemann (Leiter Projektentwicklung/Liegenschaften RWE Power), Landrat Aschaffenburg Dr. Ulrich Reuter, Sven Bauer (Geschäftsführer BMZ GmbH), MdB Andrea Lindholz, Thomas Orth (M&P Planungsbüro- Zuständiger Bauleiter), Winfried Bruder (Bürgermeister Gemeinde Karlstein), MdL Peter Winter, Peter Körfer (Geschäftsführer List Bau Rhein-Main), Marco Schütz (Geschäftsführer List Bau Rhein-Main) und Daniel Fabbiano (Werksleiter BMZ). - Bild: BMZ

Akkuspezialist BMZ will am Firmenhauptsitz in Karlstein bei Aschaffenburg rund 45 Millionen Euro in den Ausbau der Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten investieren. So soll die Produktionsfläche praktisch verdreifacht werden.

Die jetzigen Produktionsstätten von BMZ stoßen laut Mitteilung an ihre Grenzen. Darum plant das Unternehmen nach eigenen Angaben, bis 2020 insgesamt sechs neue Produktions-, Labor- und Bürogebäude. Die ersten beiden sollen noch 2015 in Betrieb gehen, der offizielle Spatenstich erfolgte am 2. Februar.

Seit Ende der 90er Jahre wurden in den Labors in Karlsstein für rund 1.300 Kunden über 4.200 unterschiedlichste kundenspezifische Lithium-Ionen-Akkus samt Systemsteuerung entwickelt. Laut BMZ flossen allein im letzten Jahr 14 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

2014 erzielte die 1994 gegründete BMZ mit weltweit über 1.200 Mitarbeitern knapp 300 Millionen Euro Umsatz, spätestens 2020 soll die 500-Millionen-Euro-Schwelle übersprungen werden. Um die dafür nötigen Produktionskapazitäten zu schaffen, will das Unternehmen, das auch eigene Assemblierungsstätten in China, Polen und den USA unterhält, in den nächsten Jahren vor allem am Industriestandort Deutschland weiter kräftig investieren.

Für die Realisierung des Großprojektes, dass die in Deutschland zur Verfügung stehenden Grundstücksflächen in den nächsten Jahren sukzessive von derzeit 12.000
Quadratmeter auf dann 55.000 Quadratmeter mehr als vervierfachen wird, sind mehrere bedarfsorientierte Bauabschnitte vorgesehen. In einem ersten werden zwei Hallen mit jeweils rund 4.500 Quadratmeter Produktions-, und Logistik- und Bürofläche entstehen.

Zwei weitere jeweils 4.500 Quadratmeter große Produktionshallen mit je zwei flexibel einsetzbaren Fertigungslinien, ein neues Verwaltungsgebäude und 1.400 Quadratmeter zusätzliche Laborfläche sollen abhängig von der Nachfrageentwicklung nach Lithium-Ionen-Akkus bis spätestens Ende 2020 folgen.

“Läuft alles nach Plan, können dann allein in Karlstein 1.500 BMZ-Mitarbeiter jährlich bis zu 80 Millionen Lithium-Ionen-Akkus unterschiedlichster Größe mit einer
Speichergesamtleistung von rund fünf Gigawattstunden fertigen”, erklärt Firmengründer Sven Bauer.

BMZ/Stefan Weinzierl