Die exakte Dosierleistung der Membrandosierpumpe delta mit geregeltem Magnetantrieb optoDrive lässt

Die exakte Dosierleistung der Membrandosierpumpe delta mit geregeltem Magnetantrieb optoDrive lässt sich einfach einstellen. Sie wird auf der Flüssigkristallanzeige direkt in l/h angezeigt. (Bild: Prominent Dosiertechnik GmbH)

Michael Birmelin

Heidelberg (rm). Wasser dient im Papierherstellungsprozess  als Verdünnungs- und Transportmittel sowie zur Kühlung der Maschinen.  Bei der Herstellung von Zeitungsdruckpapier fallen beispielsweise durchschnittlich 15 m3 Abwasser pro Tonne Papier an. Durch eine Kreislaufführung verlässt nur ein Bruchteil des zur Produktion benötigten Wassers den Prozess und wird durch Frischwasser ersetzt. Dieses sowie das Abwasser müssen unter anderem durch die exakte Zugabe unterschiedlicher Chemikalien aufbereitet werden.

UPM, finnischer Hersteller von Papier-, Zellstoff- und Holzprodukten stellt am Standort Schwedt nahe der polnischen Grenzen pro Jahr rund 300 000 t Zeitungsdruckpapier her. Damit auch geringe Chemikalienmengen exakt und mengenstabil dosiert werden können, setzt UPM unter anderem die Dosierpumpe delta von ProMinent ein.

Die Pumpe ist über ein großes beleuchtetes Graphik-Display einfach bedienbar und arbeitet je nach Anforderung im kontinuierlichen oder im pulsierenden Betrieb. Dosierbar sind 7,5 bis 75 l/h bei einem Druck von 25 bis 2 bar. Für UPM ist vorteilhaft, dass sich die Pumpe ohne Probleme an das jeweilige Medium anpassen lässt. Denn dort dient sie zum  Dosieren vieler unterschiedlicher Chemikalien mit jeweils individuellen chemischen und physikalischen Eigenschaften.

Für UPM ist zudem die hohe Zuverlässigkeit der Pumpe ein wichtiger Pluspunkt. Dafür sorgt unter anderem das im Antrieb integrierte System optoGuard zur Überwachung der hydraulischen Dosierparameter. Verblockte Dosierstellen oder gebrochene Dosierleitungen werden automatisch erkannt. Separate Überströmventile und Drucksensoren sind nicht erforderlich.

Die Umgebung wird vor Leckagen bei einer gebrochenen Leitung geschützt, im Dosierkopf eingeschlossene Luft- oder Gasblasen werden erkannt. Die Reaktion der Pumpe bei einer Störung lässt sich an die jeweilige Anwendung anpassen. Sie reicht von einfachen Meldungen über ein optionales Störmelderelais bis hin zur Pumpenabschaltung. Alle Kontrollfunktionen sind wirtschaftlich ohne Zubehörteile verwirklicht – also mehr Sicherheit ohne Mehraufwand.

In Schwedt dient die Dosierpumpe delta unter anderem zum Aufbereiten des Frisch- und Abwassers. Im Rahmen der Frischwasserbehandlung dosiert sie ein Flockungsmittel bei, das die im Wasser enthaltenen Schwebstoffe aufflockt. Bei der anschließenden Filterung bleiben die Flocken in einem Sandfilter hängen, während das gereinigte Wasser erneut in der Papierproduktion verwendbar ist.

Die Dosierpumpe unterstützt eine exakte Kontrolle der eingesetzten Flockungsmittelmenge. Das ist bei den aktuellen Chemikalienpreisen ein gewichtiger Vorteil und auch für die Herstellung entscheidend, da der nachfolgende Produktionsprozess nicht durch falsches Dosieren negativ beeinflusst wird.

Bei der Abwasseraufbereitung setzt UPM Schwedt ein dreistufiges Verfahren zur mechanischen, chemischen und biologischen Reinigung ein. In der aeroben biologischen Reinigungsstufe wird eine große Luftmenge in ein Belebungsbecken geblasen. Daraus resultieren günstige Umgebungsbedingungen für Bakterien, die die schädlichen Inhaltsstoffe des Abwassers abbauen.

Ein unerwünschter Nebeneffekt der Luftzufuhr ist jedoch die Bildung eines hohen Schaumteppichs auf den Becken. Um dessen Schichtdicke zu minimieren, gibt die Dosierpumpe delta eine gerade ausreichende Entschäumermenge ins Wasser. Die exakte Dosierung spart Kosten, fördert jedoch auch den für UPM besonders wichtigen Umweltaspekt. Man legt ein großes Augenmerk darauf, Chemikalien nur in der technologischen erforderlichen Menge einzusetzen. Mit dem geregelten Magnetantrieb optoDrive der Dosierpumpe ist das kein Problem.

Über diesen Magnetantrieb verfügt auch die Dosierpumpen-Baureihe Mikro delta, die auf diese Weise und in Kombination mit den Präzisions-Kolbenfördereinheiten SK 2,5 bis SK 8 auch kleinste Mengen hochgenau und kontinuierlich dosieren kann. Durch einen langsamen Saughub für höherviskose Medien sowie einen langsamen Druckhub für die kontinuierliche Dosierung lassen sich kleinste Mengen auch unterhalb 1 ml/h dosieren, exakt angepasst an die jeweilige Anwendung. Zusätzliche Dämpfungseinheiten sind für eine kontinuierliche Kleinstmengendosierung nicht notwendig.