Effiziente Wärme dank dezentraler Warmluft 1

SCHWABACH (ba). Der stetige Anstieg der Energiekosten, bezogen auf die immer knapper werdenden Ressourcen, trägt dazu bei, dass ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfindet. Dies hat zur Folge, dass bei einer flächigen Beheizung von Hallen, vermehrt auf dezentrale Hallenheizungs- und Lüftungssysteme bei Modernisierungen oder Neubauten gesetzt wird.

Dies war auch bei der Woywod Kunststoffmaschinen GmbH & Co. Vertriebs-KG aus Gräfelfing der Fall. Das 1971 gegründete, mittelständische Unternehmen ist Hersteller von Kunststoffmaschinen und hat sich mit qualitativ hochwertigen Produkten am Markt etabliert. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde 2009 die Produktion am Standort Werneuchen in Brandenburg gegründet. Das Areal umfasst eine Gewerbehalle mit Bürogebäude. Die Bausubstanz beider Gebäude, einschließlich des Wärmekoeffizienten (U-Wert) der einzelnen Bauteile, lag in einem akzeptablen Bereich.

Das bisher genutzte zentrale Beheizungssystem, das beide Gebäude mit Wärme versorgte, wurde in allen Hallen demontiert und durch ein modernes, energieeffizientes und dezentrales Warmluftsystem aus dem Hause LK-Metallwaren ersetzt.

Die Vorteile der dezentral betriebenen LK-Hallenheiztechnik gegenüber dem vorhanden zentralen Warmwassersystem überzeugte die Geschäftsleitung von Woywod, sich für diesen Schritt zu entscheiden. Für die Beheizung der beiden Hallenbereiche wurden zwei dezentral direktbeheizte Warmlufterzeuger vom Typ RE 175 und RE 100 unter der Decke installiert.

Die dezentrale Anlagentechnik bietet gegenüber zentraler Anlagentechnik den Vorteil, dass die Primärenergie direkt an der Anlage angeschlossen wird und dadurch die Wärme direkt in den Hallen umgewandelt wird. Hierdurch entfällt der bei zentraler Technik separate Wärmetransport und es wird zugleich ein energieeffizienter Betrieb der Gesamtanlage gewährleistet. Zudem ist bei dezentraler Anlagentechnik jederzeit ein schneller Wechsel des Heizbetriebes möglich.

In der Produktion werden über ein Zuluft-Kanalsystem die Arbeitsbereiche mit Wärme punktgenau versorgt. Die gleichmäßige und flächige Wärmeverteilung sorgt somit für ein angenehmes Raumklima. Des Weiteren wurden in beiden Hallen für die Re-Zirkulation des Wärmepolsters unter dem Dach sogenannte Rückluft-Deckenventilatoren vom Typ RDV 140 installiert. Über eine Differenztemperatur-Regelung wird der Temperaturunterschied vom Dach zum Boden permanent gemessen und auf ca. 0,3 Kelvin pro Steigmeter reduziert.

Dies hat zur Folge, dass jede zur Verfügung stehende externe Wärmequelle, wie zum Beispiel Beleuchtungs- und Prozesswärme für den Heizungsvorgang, genutzt wird und hierdurch die Effizienz der Gesamtanlage deutlich gesteigert wird.

Zudem wird mit der flexiblen dezentralen Anlagentechnik eine langfristige Nutzungsflexibilität durch Umnutzung des Hallengebäudes erleichtert.