Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Buller, Vorstandsvorsitzender des Forum ElektroMobilität e.V. und

Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Buller, Vorstandsvorsitzender des Forum ElektroMobilität e.V. und Vorstand der Fraunhofer Gesellschaft. (Bild: Forum ElektroMobilität e.V.)

“Langfristig müssen E-Fahrzeuge im globalen Wettbewerb mit Qualität, Leistung und Sicherheit überzeugen. Daher wird aus Sicht des Forum ElektroMobilität e.V. nicht der Erste sondern eher der Bessere das Rennen um die Markführerschaft in der Elektromobilität entscheiden. Vor diesem Hintergrund zeigt sich heute noch ein wesentlicher Entwicklungsbedarf in der Elektromobilität. Insofern begrüßen wir ausdrücklich die Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität, die Fördermittel insbesondere auf Forschungs- und Entwicklungsthemen zu fokussieren.

Ein höheres Fördervolumen wäre grundsätzlich wünschenswert und könnte die Technologieentwicklung und damit auch die Markteinführung weiter beschleunigen. Letztlich ist jedoch die Höhe des Fördervolumens nicht das einzige Erfolgskriterium. Vielmehr müssen die zur Verfügung gestellten Mittel effizient und bedarfsorientiert eingesetzt werden. Daher verfolgen wir im Forum ElektroMobilität sowie in der Fraunhofer-Gesellschaft den Ansatz der Systemforschung, um Elektromobilität auch in den Schnittstellen unterschiedlicher Technologiefelder, Branchen und Anwendungsbereiche auf breiter Front voran zu treiben.

Für den Erfolg von Elektrofahrzeugen ist eine hohe Kompatibilität der Komponenten, Dienstleistungen und Ladeinfrastrukturen erforderlich. Daher ist die Entwicklung einer „Deutschen Normungs-Roadmap Elektromobilität“ ein wichtiger Schritt in den Markt. Darüber hinaus wäre auch die Abstimmung von entsprechenden Roadmaps u.a. für Bildungs- oder Sicherheitskonzepte sinnvoll. Um dem Markt die nötige Handlungssicherheit für Investitionen in die Massentauglichkeit der Elektromobilität zu bieten sind dabei insbesondere die Produktionstechnologien zu berücksichtigen, da hier eine hohe Wertschöpfung erzielt wird.”