SCHLOSS  THURNAU (fr). Am Beispiel von Partikelschäumen verdeutlichte Dipl.-Ing. Christian Trassl, von der Neuen Materialien Bayreuth GmbH, welche immensen Energieoptimierungspotenziale in den gegenwärtigen Fertigungsprozessen gehoben werden können. Eine ausgeklügelte Werkzeug- und Maschinensensorik liefere insbesondere bei der Technik zur Verarbeitung von expandiertem Polypropylen (EPP) Energieeinsparungen von über 50 Prozent, so Trassl.

Der ganzheitlichen Betrachtung der Betriebskosten im Investitionsgüterbereich widmete sich Thomas Brettnich, Sumitomo DEMAG Plastics Machinery GmbH. Am Beispiel einer Spritzgussmaschine erläuterte er, dass in den meisten Fällen die reinen Investitionskosten der Maschine als Entscheidungskriterium herangezogen werden. Wichtiger sei es jedoch, die Gesamtkosten über den Lebenszyklus zu betrachten und darüber hinaus eventuelle Einsparpotenziale – bedingt durch höhere Fertigungsgenauigkeiten – in Betracht zu ziehen.

Den Weg der Energieoptimierung bei Gebäude- und Betriebstechnik hat die Gealan-Formteile GmbH in Oberkotzau gewählt. Gemeinsam mit der Prozesstechnik Kropf GmbH wurde ein energieoptimiertes neues Fertigungsgebäude errichtet, das mit Hilfe einer entsprechenden Leittechnik hohe Transparenz im Energieverbrauch erreicht. Zum Thema „Inwertsetzung – systematische Energieeffizienzsteigerung in bestehenden Fabriken“ referierte Roland Grimm von der T & O Unternehmensberatung GmbH in Gilching. Als Grundlagen für die Inwertsetzung kombiniert er Elemente des Energiemanagements mit Methoden der Nutzenoptimierung.

Energiemanagement nach DIN EN 16001 als kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu verstehen, rief Dipl.-Ing. Karsten Reese von der IngSoft GmbH in Nürnberg auf. Die DIN 16001 sei als Richtschnur beim Aufbau und Betrieb von Systemen und Prozessen zur Verbesserung der Energie-Effizienz zu betrachten. Es sollte jedem klar sein, so Karsten Reese, „dass man ein Energiemanagement nicht kaufen kann, sondern im Unternehmen leben muss.“