Heute seien es die hohen Energiekosten, die vor allem energieintensiven Unternehmen das Leben in

Heute seien es die hohen Energiekosten, die vor allem energieintensiven Unternehmen das Leben in Deutschland schwer machten. Dahinter stünden aber hunderttausende von Arbeitsplätzen. Jetzt brauche Deutschland eine "Energie-Agenda 2030". - Bild: Michael Kirste

Für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der Vollzug der Energiewende in Deutschland hohe Priorität. Die Energiewende stehe “ganz oben” auf seiner Agenda.

“Hier muss ich dafür sorgen, dass keine industriellen Arbeitsplätze verloren gehen und die Strompreise nicht weiter steigen”, sagte Gabriel der Bild am Sonntag.

Heute seien es die hohen Energiekosten, die vor allem energieintensiven Unternehmen das Leben in Deutschland schwer machten. Dahinter stünden aber hunderttausende von Arbeitsplätzen. Jetzt brauche Deutschland eine “Energie-Agenda 2030″, so der Minister.

In dem Zusammenhang setzte Gabriel dem Koalitionspartner CSU ein Ultimatum, noch im Januar grünes Licht für den Bau neuer Stromtrassen zu geben. Sollte die CSU den Bau der Trassen weiterhin blockieren, so dürfte Strom in Bayern teurer werden. “Dann wird es bitter für die bayerische Wirtschaft. Denn Strom in Bayern bleibt dann knapp und wird mit dem Abschalten der Atomkraftwerke in den nächsten Jahren noch knapper. Und alles was knapp ist, wird teuer.”

Heute zahlten die Stromverbraucher in ganz Deutschland die höheren Kosten für die Versorgungssicherheit in einzelnen Regionen. Das ginge für eine Übergangszeit, in der neue Stromleitungen noch nicht fertig seien. Auf Dauer würden Unternehmen und Verbraucher im Westen, Norden und im Osten aber nicht akzeptieren, dass sie höhere Stromkosten nur deshalb hätten, weil Bayern keine Stromleitungen haben wolle.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke