Angestellter in Produktionshalle

Angestellter in Produktionshalle. - Bild: © industrieblick - Fotolia.com

Weil bei Mitarbeitern, die an einem Arbeitsplatz körperlich unnötig beansprucht werden oder unnatürliche Bewegungen ausführen müssen, die Leistungsfähigkeit sinkt und die Fehlerquote steigt. Wenn die Arbeiten hingegen ergonomisch ausgeführt werden können und Belastungen soweit möglich reduziert werden, dann bleiben die Mitarbeiter länger körperlich fit.

Die Optimierung der Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtspunkten ist deshalb schon seit vielen Jahren eine wichtige unternehmerische Aufgabe – insbesondere im produzierenden Gewerbe. Doch diese Aufgabe wird immer komplexer: Arbeitsmedizinische Erkenntnisse, Lean-Production-Methoden und die fortschreitende Vernetzung im Rahmen der Industrie 4.0 sind zu berücksichtigen. Auch Erfahrungen im Projektmanagement und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren, sind gefragt, damit die neuen Konzepte und Hilfsmittel auch akzeptiert und eingesetzt werden.

Unternehmen, die keine speziellen Fachkräfte für diese Aufgabe einstellen wollen, können das Know-how auch intern aufbauen. Bei Fortbildung24 kann man sich zum Beispiel zum Ergonomiebeauftragten oder Gesundheitsmanager ausbilden lassen.

Bei der Schaffung eines ergonomischen Arbeitsplatzes sind u. a. folgende Aspekte zu beachten:

• Der Arbeitsplatz ist höhenverstellbar und kann an Körpergröße und Tätigkeit des Mitarbeiters angepasst werden.
• Der Arbeitsstuhl kann individuell auf den Körperbau des Mitarbeiters eingestellt werden. Ziel ist eine aufrechte Körperhaltung, die den Rücken optimal entlastet.
• Teile und Werkzeuge sind so angeordnet, dass sie sich im natürlichen Greifraum befinden, ohne dass sich der Mitarbeiter bücken oder drehen muss.
• Die Beleuchtung ist flexibel verstellbar und blendfrei.
• Klima, Lärm, Vibration, Strahlungen und Gefahrstoffe
• Ergonomisch verkettete Übergänge von einem zum nächsten Arbeitsplatz, sodass Hebearbeiten, unnötige Arbeitswege und Unfälle vermieden werden.
• Unterstützung der Mitarbeiter mit Maschinen und Robotern, z. B. wenn schwere Lasten transportiert oder eingebaut werden oder wenn eine monotone, aber präzise Arbeit gefordert ist.

Übrigens: Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung unterstützen Unternehmen bei der Ausstattung von Arbeitsplätzen, wenn Menschen mit Einschränkungen oder nach Krankheit dadurch integriert werden können. Anträge sind vor der Anschaffung der Arbeitsmittel zu stellen.

Gabriele Oldenburg