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Der „immune“ Etikettierer ist in einem 45-Grad-Winkel über dem Förderband montiert - Bild: Bluhm

Seit nunmehr 60 Jahren bietet die Spezialfutter Neuruppin GmbH & Co. KG hochwertige Mineral- und Ergänzungsfutter für Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde, Geflügel und Kleintiere an. „Just in time“ verarbeitet und verpackt das Unternehmen die Rohstoffe direkt nach ihrem Eintreffen und liefert sie aus. Damit für jeden Kunden erkennbar ist, welcher Mineralienmix in welchem Beutel ist, wird jeder Sack sofort nach dem Befüllen etikettiert.

Zuverlässige Kennzeichnung

Oftmals gelangt die Nahrung der Tiere indirekt auch in unseren Nahrungskreislauf. „Wenn wir dem Tierfutter verschiedene Vitamine, Mineralien oder Spurenelemente beimischen, dann ist das auch für uns Menschen eine verantwortungsvolle Sache! Daher erforschen und entwickeln wir permanent neue Zusammensetzungen, die den Bedürfnissen der Tiere in optimaler Weise gerecht werden.“ erklärt Uwe Herrmann, Geschäftsführer von Spezialfutter Neuruppin. Die genaue Produktzusammensetzung ist auf dem Etikett jedes Futtersacks erkenntlich.

Diese Etikettierung stellt jedoch in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar: Etwa alle 10 Sekunden muss ein Sack gekennzeichnet werden. Hinzu kommen eine staubige Produktionsumgebung wegen der mehligen Konsistenz der verarbeiteten Mineralien sowie hohe Temperaturschwankungen durch sich ständig öffnende Hallentore. Zudem variieren die Oberflächen der zu etikettierenden Säcke, da deren Inhalt beim Transport auf einem Förderband mit einer Steigung von etwa 45 Grad zum Verrutschen neigt.

Etikettierer trotzt Staub und Kälte

Da kommt eine Etikettiermaschine von Bluhm Systeme wie gerufen: Der Legi-Air 4050I etikettiert auch unter widrigen Produktionsbedingungen schnell, sauber und zuverlässig. Das „I“ in der Gerätebezeichnung steht für „Immun“ – immun gegen Staub, Schmutz und klimatische Schwankungen. Um genau diesen feindlichen Umständen zu trotzen, setzte Bluhm Systeme den Etikettierer in ein Rittal Schutzgehäuse. Sobald ein entsprechender Sensor einen sich nähernden Sack meldet, öffnet sich auf der Unterseite des Gehäuses ein pneumatischer Schieber, der den Weg für den Hubarm mit dem Spendeapplikator frei macht. Ein integriertes Heizgerät mit Thermostat sorgt für ideale Temperaturen.

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Legi-Air 4050I: Eine Andrückrolle ebnet die Oberfläche und fixiert das Etikett auf dem Papiersack. - Bild: Bluhm

Die ungleichmäßigen Produktoberflächen in Folge des steilen Transports gleicht der Etikettendruckspender mit dem Einsatz eines sogenannten Tamp-Wipe on-Applikator aus. „Tamp-Wipe on“ ist die Kombination der beiden Etikettierverfahren „Tamp blow“ (berührungsloses Aufblasen) und „Wipe on“ (Anheften und Aufstreichen). Demnach wird das Etikett nach dem Druck auf einen abgewinkelten Spendestempel vorgeschoben und dort mittels Saugluft fixiert. Die Mineralstoffsäcke fahren auf dem Förderband unterhalb des Etikettierers vorbei.

Sobald sich der Mineralstoffsack nähert, fährt der Spendestempel in Richtung Oberfläche. Weil der Stempel in einem gewissen Winkel montiert wurde, haftet das Etikett beim Aufblasen nur an einer Seite der Produktoberfläche. In genau diesem Augenblick kommt eine Andrückrolle zum Einsatz, die am Ende der Stempelplatte angebracht ist. Mit entsprechendem Druck ebnet diese Rolle die Oberfläche und fixiert dabei gleichzeitig das Etikett auf dem Sack.

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Auf jedem Futtersack befindet sich ein Etikett mit genauer Kennzeichnung des Mineralienmixes. - Bild: Bluhm

In den Legi-Air 4050I ist ein SATO-Druckmodul mit Schnittstelle zur Firmensoftware eingebaut. Von ihren PCs aus können die Mitarbeiter das entsprechende Rezept aufrufen, sobald ein neues Produkt entwickelt wurde. Aus diesen Informationen generiert die Software vollautomatisch ein passendes Etikett, das am Bildschirm überprüft und angepasst werden kann.

Die Kollegen in der Produktion können anhand der Rezeptnummer das entsprechende Etikett aufrufen, es mit dem jeweiligen Gewicht ergänzen und in beliebiger Anzahl an den Etikettendruckspender senden. So verhilft Spezialfutter Neuruppin jedem Vierbeiner zu seinen Mineralien nach dem Motto: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen!“

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