Die Restwärmenutzung zur Effizienzsteigerung von Infrarotheizungen ist mit diesem System möglich.

Die Restwärmenutzung zur Effizienzsteigerung von Infrarotheizungen ist mit diesem System möglich. Bislang nicht nutzbare Energie in den Abgasen der Infrarotheizungen wird hier zur Warmwasser-basierten Beheizung der Büroräume eingesetzt. (Bild: Kübler GmbH)

Die hohe Energieeffizienz einer Infrarot-Hallenheizung mit Dunkelstrahlern ist beim Wärmekonzept H.Y.B.R.I.D. der Kübler GmbH erstmalig mit einer wirtschaftlichen Restwärmenutzung kombiniert.
LUDWIGSHAFEN/RHEIN (RM). Diese Restwärme liefert nun Energie für die angeschlossenen Büroheizungen des Engineering-Unternehmens Ruland. 3 400 m2 Produktionsfläche sowie 600 m2 angegliederte Lagerfläche werden am Hauptstandort Neustadt des Prozessanlagenherstellers für die Lebensmittel-  und Pharmaindustrie beheizt. Dabei entschied man sich für das bislang effizienteste Wärmekonzept von Kübler.

Denn in Zeiten steigender Energiekosten stand die Effizienz des Systems im Vordergrund, ohne dabei an der Heizqualität und dem Bedienkomfort Abstriche machen zu müssen.

Das Hybridsystem verknüpft die Infrarotheizungstechnik mit der konventionellen hydraulischen Warmwasserheizung durch die Nutzung von Restwärme. Vorher war die Restwärmenutzung im Bereich der infrarotbasierten Hallenbeheizung in wirtschaftlicher Weise nicht möglich.

Installiert wurden in der Lagerhalle sieben Geräte des Hochleistungssystems Optima 38 sowie ein Infrarotstrahler der Geräteserie AR 13 mit einer Gesamtleistung von 279 kW. Die Lagerhalle beheizen nun drei Optima 20 mit einer Leistung von insgesamt 60 kW. Durch die Auslegung der Geräte wird eine gleichmäßige Wärme im Arbeitsbereich erreicht, unabhängig von der Außentemperatur.  Die Infrarotheizung hat aktuell einen Wirkungsgrad von bis zu 72 % und soll damit einer der effizientesten serienmäßigen Dunkelstrahler sein. In der Firmenfarbe lackiert, fügt sich die Heizung optisch gut in die Halle ein.
Zwei installierte Wärmetauscher O.P.U.S.X mit einer Gesamtleistung von knapp 50 kW sorgen in den Wintermonaten dafür, dass auch in den Büros kostengünstig geheizt wird. Damit lässt sich die in Abgasen der Infrarotheizungen enthaltene Energie wirtschaftlich nutzen, nahezu ohne zusätzliche Verbrauchskosten.

Der Wärmetauscher entzieht dabei die im Abgas enthaltene Energie und überträgt sie an Wasser. Das Heißwasser wird in einem Pufferspeicher gespeichert, der über eine einfache Regelung je nach Bedarf die Energie in das angeschlossene Heizungsnetz einspeist. Das System kann bis zu 15 % Wärme zurück gewinnen und nutzbar machen.

Gesteuert wird die komplette Heizungsanlage über das Ressourcen schonende Steuerungssystem R.O.S.S.Y.  Um die Hallen den Nutzungsprofilen entsprechend heizen zu können, wurden sechs Heizzonen definiert. Diese lassen sich voneinander unabhängig regeln.

Für einen effektiven Energieeinsatz sorgt die Steuerung unter anderem dafür, dass beim Öffnen der Lichtkuppeln die Heizung automatisch abschaltet oder die besten Schaltzeiten und Temperaturprofile selbstlernend definiert werden. Unnötiges Heizen wird somit automatisch verhindert. Für den nötigen Bedienkomfort steht ein einfach zu bedienender Touchscreen am Schaltkasten bereit. Daneben kann die Heizungsanlage über die Windows-Oberfläche eines PCs eingestellt werden.

Nach den gemachten ersten Erfahrungen haben Energieeffizienz und Bedienkomfort den Anwender Ruland jedenfalls überzeugt.