Jenoptik liefert mobile Stromerzeuger-Aggregate für das Flugabwehrraketensystem Patriot. - Bild:

Jenoptik liefert mobile Stromerzeuger-Aggregate für das Flugabwehrraketensystem Patriot. - Bild: Bundeswehr

Die Jenoptik-Sparte Verteidigung & Zivile Systeme liefert mobile Stromerzeuger-Aggregate für das Flugabwehrraketensystem Patriot an das US-amerikanische Unternehmen Raytheon.

Der Gesamtauftrag soll voraussichtlich noch im Jahr 2015 abgewickelt werden. Jenoptik liefert die Stromversorgung für die Patriot Advanced Capability (PAC)-3 Systeme sowie die zugehörigen Ersatzteilpakete und das Testequipment.

Mit den Stromerzeuger-Aggregaten von Jenoptik werden das Radar und die Startgeräte des Patriot-Systems mit elektrischer Energie versorgt. Auf Kundenwunsch wird der Einsatzort der Flugabwehrraketensysteme nicht genannt. Raytheon und Jenoptik einigten sich zudem darauf, den Auftragswert nicht zu veröffentlichen.

“Der Auftrag stellt für uns einen weiteren Meilenstein in der langjährigen Partnerschaft zwischen Raytheon und Jenoptik dar”, so der Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Michael Mertin. “Wir sind überzeugt, dass wir so die Erfolgsgeschichte des Patriot-Systems mit unseren innovativen Produkten gemeinsam fortschreiben können, auch im Rahmen weiterer künftiger Vertriebsmöglichkeiten.”

“Raytheon freut sich darauf, die wichtige Partnerschaft mit Jenoptik in Zukunft fortzusetzen. Das unterstreicht unser kontinuierliches Engagement, die bestehenden Partnerschaften mit Deutschlands Industrie zu vertiefen und neue Kooperationen zu schließen”, so Ralph Acaba, Vice President Integrated Air and Missile Defense bei Raytheon Integrated Defense Systems (IDS).

Patriot ist ein bodengestütztes Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem und dient zur Abwehr von Flugzeugen, taktischen ballistischen Raketen und Marschflugkörpern. Zusätzlich zum aktuellen Auftrag entwickelt Jenoptik derzeit ein innovatives Hybrid-Stromerzeugersystem, mit dem die Versorgung der Patriot-Startgeräte künftig noch effizienter wird. Die Funktionalität des ersten Demonstrators konnte im März 2015 an einem deutschen System erfolgreich nachgewiesen werden.

Jenoptik / Stefan Weinzierl