Funktionsprinzip der Druckkammerdüse. Durch die diagonal gegeneinander versetzte Anordnung zweier

Funktionsprinzip der Druckkammerdüse. Durch die diagonal gegeneinander versetzte Anordnung zweier Düsengeräte entsteht ein effektiver Kreislauf aus warmer Luft. (Bild: Teddington Luftschleieranlagen GmbH)

Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendort (UKE) sind Luftschleieranlagen der Teddington GmbH für die Klimatisierung im Eingangsbereich zuständig.
BUCHHOLZ-MENDT (rm). Das neue Klinikgebäudes mit der außergewöhnlichen  Offenheit und Großzügigkeit im Eingangsbereich ist durch ein großes Raumvolumen gekennzeichnet. Dies und die nahezu ständig geöffnete, 2,5 x 2,7 m große Eingangstüre führen zu einem starken Luftaustausch.

Die vorhandene Luftschleieranlage stieß mit ihrer herkömmlichen Lamellentechnik an ihre Grenzen. Es kam zu unangenehmen Zugerscheinungen. Hinzu kommen die vielen abzweigenden Gänge. Es ist nahezu unmöglich, diese Türen immer geschlossen zu halten. Zudem sind immer wieder Fenster über längere Zeit geöffnet. Alle Faktoren zusammen ergeben ein lufttechnisch nur schwer beherrschbares System, das sich auch im Voraus nicht exakt berechnen lässt.

Durch den starken Kaltlufteinfall in die Eingangshalle ist kalte Luft direkt auf die dort sitzenden Personen geströmt. Im Winter und in der Übergangszeit waren Temperaturen von deutlich unter 20 °C zu verzeichnen, teilweise nur 17 °C. In den Gängen befinden sich weitere Empfangsbereiche für die einzelnen Stationen, mit entsprechend großem Publikumsverkehr. In diesen Bereichen war es ebenfalls fußkalt und ungemütlich.

Und schließlich stehen die unterschiedlichen Raumluftanlagen im Gebäude in gewissen Abhängigkeiten untereinander. Der Eingangsbereich ist dabei eine der bedeutendsten Einflussgrößen, die auf die anderen Systeme durchschlägt.

Das Facility Management KFE machte sich daher Gedanken, den Eingangsbereich so umzugestalten, dass die Kaltluft draußen bleibt. Man hätte dazu die Eingangshalle mit Überdruck betreiben können oder mit einer anderen, leistungsfähigeren Luftschleieranlage.

Der Betrieb mit Überdruck hätte einen enormen Energieaufwand erfordert. Zusammen mit Teddington wurde daher eine spezielle Lösung mit zwei vertikal ausblasenden Luftschleieranlagen entwickelt. Dabei handelt es sich um Modelle aus der Charisma-Serie mit Doppeldüse, die sich durch ihr Design harmonisch in die Architektur des Eingangsbereichs einfügen. Die beiden Anlagen sind so zueinander aufgestellt, dass sich ein gegenseitig unterstützender Luftkreislauf ergibt.

Neben dieser Anordnung war es vor allem die Düsentechnik, die den entscheidenden Fortschritt brachte. Bei den Luftschleieranlagen mit dem besonderen Druckkammer-Düsensystem wird der Luftstrom in einer Druckkammer komprimiert und durch die Düsen gleichmäßig über die gesamte Ausblasbreite verteilt. Der Luftstrom wird über die Düsenwangen beschleunigt. Dadurch entsteht ein konzentrierter, induktionsarmer Luftschleier. Für die gleiche Wirkung braucht ein konventionelles System nach Angabe des Herstellers deutlich mehr Luft und Energie.

Durch die gefundene Lösung lassen sich deutliche Einsparpotenziale erschließen. Vor allem dort, wo hohe Ansprüche an Aufenthaltsqualität, Zugfreiheit und Energieeffizienz gestellt werden. Im Vergleich zu ungeschützten Toren oder Türen ergeben sich Energieeinsparungen von bis zu 80 %. Das System macht sich daher von selbst bezahlt.

Aktuell gibt es keine Beschwerden mehr über Zugluft. Im vergangenen langen Winter konnte man die Temperaturen problemlos im angenehmen Bereich halten.

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