Durch die kontinuierliche Wartung von Antriebssystemen lassen sich erhebliche Kosten in der

Durch die kontinuierliche Wartung von Antriebssystemen lassen sich erhebliche Kosten in der Produktion einsparen. (Bild: Brammer GmbH)

Karlsruhe (rm). Wegen häufiger Ausfälle von Antrieben mit Produktionsstillständen wandte sich der Zulieferer an Brammer als Partner für Instandhaltung, Wartung und Reparatur (MRO). Das Unternehmen analysierte die Ausfallursachen und entwickelte ein Bündel von Verbesserungsvorschlägen, die dem Thema Wartung einen deutlich höheren Stellenwert verliehen und die Ausfallzeiten deutlich senkten.

Nur der exakte Riemenlauf eines Antriebs bewirkt eine effektive Kraftübertragung. Die ist aber nur durch eine geeignete Vorspannung und Ausrichtung der Rippenbänder, Keil- oder Zahnflachriemen zu erreichen. Werden jedoch Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen nicht in den vorgeschriebenen Intervallen durchgeführt, ergeben sich im Antriebssystem Fluchtungs- und Winkelfehler.

Dadurch entsteht unter anderem erhöhter und ungleichmäßiger Verschleiß der Keilriemen und Keilscheiben. Oder die Flanken laufen blank und die Wälzlager werden über Gebühr beansprucht. Außerdem steigt das Schlupfrisiko und die Kraft wird nicht mehr optimal übertragen. Am Ende fällt der Antrieb zu früh aus.

Die kontinuierliche Wartung von Antriebssystemen wird nach Meinung von Brammer in vielen Unternehmen vernachlässigt, was zu höheren Kosten in der Produktion führt.

So hatte der Automobilzulieferer immer wieder Probleme mit den Zahn- und Keilriemenantrieben. Sie fielen frühzeitig aus und zeigten verschiedene Ausfall- und Verschleißmuster. Es stellte sich heraus, dass der korrekten und zeitlich vorgegebenen Wartung von Antriebssystemen nicht die notwendige Priorität eingeräumt wurde.

Als technischer Händler für MRO-Produkte hat Brammer nicht nur Erzeugnisse aller wichtigen Hersteller im Programm, sondern kennt auch deren Eigenschaften, Handhabung und Einsatzfelder. Diese Kompetenz stellt man in Form von produktbegleitenden Service-Dienstleistungen den Anwendern zur Verfügung.

Dazu gehören unter anderem Techniken und Verfahren zur Optimierung von Fertigungsprozessen. Auch spezifische individuelle Trainings von Mitarbeitern zählen zu den Dienstleistungen. 

Beim Zulieferer führte Brammer mit 20 Mitarbeitern eine Schulung zum Thema Wartung, Montage und Ausfallursachen durch. Neben den technischen Grundlagen wurden besonders der Bereich der richtigen Vorspannung und Ausrichtung von Antrieben geschult. Ebenso der rechtzeitige Austausch von Keilscheiben inklusive der fachgerechten Handhabung des dazu notwendigen Mess-Equipments.

Nur die richtige Spannung des Riemens führt zu einer maximalen Leistungsfähigkeit und Lebensdauer eines Antriebes. Per Schallwellenanalyse misst der Vorspannungsprüfer deutlich genauer als es beim herkömmlichen Messen der Durchbiegekräfte möglich wäre.

Ein Frequenz-Messgerät dient zur universellen Messung der Vorspannung von Keilriemen, Zahnflachriemen und Rippenbändern. Die Eigenfrequenz des vorgespannten Riemens wird durch Anschlagen im Bereich des Riementrums, ähnlich einer Gitarrensaite, ermittelt und nach erfolgreicher Messung in Hertz oder Newton angezeigt. Mit der implementierten Datenbank ist ein direkter Abgleich mit Vorspannungsempfehlungen möglich. Darüber hinaus können auch eigene, benutzerdefinierte Datensätze hinterlegt werden.

Ein Laser Pointer erleichtert das genaue Ausrichten der Riemenantriebe. Das Messgerät erkennt über die horizontale und vertikale Winkelabweichung den axialen Versatz der Scheiben. So wird ein genaues Ausrichten der Riemenscheiben ermöglicht. Dadurch ergibt sich ein geringerer Verschleiß der Keilrillenflanken, die Riemenschwingung wird reduziert und der Riemen hält länger. Die gesamte Betriebssicherheit erhöht sich.