Durch das Zusammenführen mit Meyer Burger will Roth & Rau die Grid-Parität schneller erreichen

Durch das Zusammenführen mit Meyer Burger will Roth & Rau die Grid-Parität schneller erreichen (Bild: Roth & Rau).

HOHENSTEIN-ERNSTTHAL (Dow Jones)–Die Meyer Burger Technology AG wird den Aktionären des sächsischen TecDAX-Unternehmens ein Übernahmeangebot von 22 Euro je Aktie in bar machen. Das entspreche einem Aufschlag von 41% auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate.

Die Unternehmensgründer, Dietmar und Sylvia Roth sowie Bernd Rau, haben ihre 11,3% des Kapitals bereits am Sonntag an Meyer Burger verkauft. Die komplette Übernahme soll bis zum dritten Quartal abgeschlossen werden. Meyer Burger wird durch die Übernahme zu einem umfassenden Systemanbieter für die Solarbranche. Roth & Rau wird als Technologie-Kompetenzzentrum und operative deutsche Gesellschaft am Standort Hohenstein-Ernstthal fortgeführt.

Durch den Zusammenschluss soll ein umfassender Systemanbieter entstehen, der alle wesentlichen Technologieschritte in der Wertschöpfungskette der Photovoltaik vom Solarsilizium bis zur fertigen Solaranlage, namentlich in den Bereichen Wafering, Solarzellen und Solarmodule abdeckt. Roth & Rau will dabei die Lücke zwischen Wafering und Solarmodulen schließen und bildet künftig den Kern des neuen Technologie- und Kompetenzbereichs „Zelle“ in der Meyer Burger Gruppe. Roth & Rau soll als „Unternehmen der Meyer Burger Gruppe“ als eigenes Technologie-Kompetenzzentrum und operative deutsche Gesellschaft am Hauptstandort Hohenstein-Ernstthal weitergeführt werden, so eine Mitteilung des Unternehmens.

„Wir sind der Überzeugung, dass Meyer Burger der ideale strategische Partner für eine nachhaltige dynamische Entwicklung unseres Unternehmens ist. Von der neuen gemeinsamen Gruppe profitieren die Aktionäre, unsere Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden und die gesamte Solarindustrie”, sagte Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Roth & Rau AG.

Das Übernahmeangebot steht unter üblichen Vollzugsbedingungen, insbesondere der
Freigabe durch die relevanten Kartellbehörden. Die Angebotsunterlage wird innerhalb der kommenden vier Wochen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgelegt und nach Freigabe veröffentlicht werden. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2011 abgeschlossen werden.