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FRANKFURT (ks). “Im zweiten Quartal konnte unsere Branche wieder kräftig Gas geben, eine klare Konsequenz des starken Bedarfs an innovativen Produkten und Lösungen für die Photovoltaikfertigung. Besonders stark lief das Asiengeschäft, das mittlerweile über 75 Prozent des Exportanteils ausmacht”, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand von Centrotherm Photovoltaics AG und Vorsitzender des Vorstands VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel zur aktuellen Quartalsstatistik.

Die Gesamtbranche der Photovoltaik-Maschinenbauer hat im zweiten Quartal 2010 696 Mio Euro umgesetzt. Abermals gestiegen sind die Investitionen in die Zellfertigung, die fast 70% der Gesamtumsätze ausmachen, so der VDMA. Über 12% der Umsätze wurden für Equipment im Bereich Polysilizium- und Waferfabriken erzielt. Weit abgeschlagen sind dagegen die Umsätze für Dünnschichtfabriken und insbesondere für das kristalline Back-End, den Modulbereich. Für das dritte Quartal rechnen die Meldefirmen mit einer leichten Beruhigung der Umsatzentwicklung, teilte der Verband mit.

“Trotzdem bleiben wir für das Gesamtjahr 2010 sehr optimistisch und verdoppeln unsere Prognose vom März: Wir rechnen nun mit einem Umsatzwachstum von 24 Prozent”, kommentiert Dr. Eric Maiser, Geschäftsführer von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel. Die Exportquote bleibt mit 87 Prozent sehr hoch. Der amerikanische Markt legt im Gegensatz zum europäischen Markt leicht zu.

“Fulminant” stieg der Auftragseingang im zweiten Quartal 2010: Der VDMA verzeichnet eine glatte Verfünffachung zum Vorjahresquartal. „Besonders auffällig ist hier die enorme Steigerung der Aufträge aus dem asiatischen Ausland. Hier konnten imposante 83 Prozent der Aufträge akquiriert werden. In absoluten Zahlen ist das deutlich mehr als im Boomjahr 2008. Das ist hervorragend“, berichtet Dr. Florian Wessendorf, Projektleiter bei VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. „Dies unterstreicht, dass die Branche auch im Jahr 2010 stark vom Engagement auf den internationalen Märkten profitiert. Die Auftragsreichweite der Meldefirmen lag im zweiten Quartal 2010 bei 9,3 Produktionsmonaten. Auch für das kommende Quartal gehen wir nochmals von einer Steigerung der Auftragseingänge aus. Bei den Erwartungen für das Gesamtjahr 2010 und der Beurteilung der Perspektiven für 2011 bin ich sehr optimistisch. Der Photovoltaik-Maschinenbau hat seine Hausaufgaben gemacht“, betont Fath.