LONDON (Dow Jones/rm). Die britische RWE-Tochter RWE npower renewables wolle sich auf andere Projekte für erneuerbare Energien konzentrieren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. RWE bleiben aber weiter im Bereich der Erzeugung von Offshore Windenergie engagiert, sowohl in Großbritannien als auch anderswo in Europa, fügte eine Sprecherin des DAX-Konzerns hinzu. SeaEnergy und die RWE AG, Essen, hatten im Februar 2009 die Zusammenarbeit bei dem Windfarmprojekt vor der Küste Schottlands vereinbart.

SeaEnergy bemüht sich nun um eine Erhöhung ihres Anteils an dem Projekt. “The Crown Estate”, ein Eigentumsportfolio, das zur britischen Krone gehört, verhandle mit SeaEnergy, um die weitere Entwicklung der Anlage sicherzustellen, teilte das Unternehmen weiter mit. “The Crown Estate” gehört der britische Meeresboden und hat die Rechte, Anlagen für die Gewinnung von erneuerbaren Energien am britischen Kontinentalufer zu lizenzieren. Die Gespräche könnten in eine Absichtserklärung (memorandum of understanding) münden.

“Inch Cape ist eine wichtige Anlage für Schottland, das sich von Bau und vom Betrieb von Offshore-Windparks vor der Küste Zentral-Schottlands viel verspricht”, sagte Joel Staadecker, der CEO der SeaEnergy-Tochter SeaEnergy Renewables.

Inch Cape liegt ungefähr 15,5 Kilometer vor der schottischen Küste und ist auf eine Kapazität von rund 905 Megawatt (MW) ausgelegt. Damit würde das Projekt genug Energie für rund 660.000 schottische Haushalte liefern.

Großbritannien ist der größte Windenergieerzeuger der Welt. Erst kürzlich hatte die Offshore erzeugte Windenergie die Marke von 1 Gigawatt geknackt. Allerdings sieht sich das Land zunehmend der Konkurrenz von anderen nordeuropäischen Ländern ausgesetzt. Auch anderswo auf der Welt bemühen sich Regierungen um Offshore Windenergie, um den Anteil der erneuerbaren Energie zu erhöhen.