Diese modifizierte Torkonstruktion für Reinräume hat glatte Oberflächen ohne Rück- und

Diese modifizierte Torkonstruktion für Reinräume hat glatte Oberflächen ohne Rück- und Vorsprünge oder Hinterschneidungen. (Bild: Efaflex GmbH)

Ein Schnellauftor der Efaflex GmbH trennt einen Sterilbereich im Krankenhaus Vilshofen hygienisch ab.

Bruckberg (rm). Aseptische oder sterile Verfahren stellen hohe Ansprüche an die Verfahrenstechnik und die Ausrüstung in kontrollierten Bereichen. Neben speziellen Werkstoffen, wie hoch korrosionsfreien Materialien, glatten sowie geschrägten Oberflächen für Mobilar und Maschinen mit emissionsarmer Mechanik, ist auch eine sichere Abschottung dieser Räume gefordert. Daher hat sich das Krankenhaus Vilshofen bei der Einrichtung einer neuen Versorgungseinheit für Sterilgut für ein Efaflex-Reinraumtor EFA-SRT-CR entschieden.

Vorwiegend Operationsbestecke werden dort sterilisiert. Im abgetrennten Bereich werden sie in Druckbehältern (Autoklaven) auf 135 °C dampferhitzt und anschließend hygienisch sauber zur Wiederverwendung bereitgestellt und ausgegeben. Um den Sterilbereich von den Logistikflächen abzutrennen, kommt das hoch dichtende Reinraumtor zum Einsatz.

Es bildet den Abschluss des Sterilbereiches mit der Autoklaven-Entnahmeseite hin zur Containerbeladung auf ebenfalls sterilem Transportterrain. An dieses Tor werden von außen leere Transport-Containerwagen manuell an eine Rampe angedockt. Das Tor wird geöffnet und die mit OP-Besteck bestückten Sterilboxen können in den Rollcontainer geschoben werden. Sie werden dann ihrer Wiederverwendung in den OP-Stationen zugeführt.

Die modifizierte Torkonstruktion hat glatte Oberflächen ohne Rück- und Vorsprünge oder Hinterschneidungen. Die Zargen- und Behangverkleidungen sind in montage- und wartungsfreundlicher Cliptechnik ausgeführt. Optik, Haptik und Technik sind durch einen weitgehenden Verzicht auf herkömmliche Schraubverbindungen gekennzeichnet.

Die Notentriegelung des Tores erfolgt wahlweise über einen elektrischen Taster oder über einen mechanischen Zugknebel an der Zarge. Die Komplettabdeckung liegt in 15°- oder 45°-Schrägausführung vor, optional auch in vertikaler 90° Ausführung und gegebenenfalls deckenhoch dicht abschließend.

Das Tor erreicht Öffnungsgeschwindigkeiten um 1 m/s und Schließgeschwindigkeiten von etwa 0.5 m/s. Wegen seiner geschlossenen Behangführung erreicht das nach aktuellen Normen der Reinraumindustrie entwickelte Schnelllauftor eine hohe Luftdichtigkeit. Druckgradienten im Bereich um 15 Pa bewirken einen Luftverlust von unter 10 m³/h bei einer Torgröße von 1400 mm x 2000 mm.

Das Tor ist für bis zu 150 000 Öffnungszyklen pro Jahr im Temperaturbereich von +5 bis +30°C ausgelegt. Seine vollständig in glattflächigem Edelstahl V2A ausgeführte Bauweise unterstützt nach Angabe des Herstellers eine schnelle und einfache Reinigung. Die Behangvarianten sind silikonfrei und überwiegend antistatisch ausgerüstet.

Antrieb und Steuerung sind in die Gesamtkonstruktion integriert, so dass diese Toranlage ein in sich geschlossenes Modul darstellt. Weil ein externer Schaltschrank entfällt, sind Platzbedarf und Aufwand für die Verkabelung gering. Die Reinraumtore liegen in Größen bis zu 2 500 x 3 000 mm vor und sollen auch außerhalb klassischer Reinräume vielseitig einsetzbar sein.