Siemens-Chef Joe Kaeser geht davon aus, dass in den kommenden Jahren weitere Aufträge folgen

Siemens-Chef Joe Kaeser geht davon aus, dass in den kommenden Jahren weitere Aufträge folgen könnten. Davon sollen vor allem die deutschen Standorte profitieren. - Bild: Siemens

Siemens hat sich in Ägypten gleich mehrere milliardenschwere Aufträge gesichert. Der Konzern soll in den kommenden Jahren Windkraftanlagen und ein riesiges Gas- und Dampfkraftwerk liefern.

Am Rande einer internationalen Wirtschaftskonferenz im ägyptischen Sharm el-Sheikh unterzeichneten der Münchener Technologiekonzern und die ägyptische Regierung eine Vereinbarung zum Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks mit einer Leistung von 4,4 Gigawatt und Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2 Gigawatt.

Nach Angaben eines Sprechers beträgt der Wert dieser festen Vereinbarungen rund vier Milliarden Euro.

Darüber hinaus wurde eine Vereinbarung über die Entwicklung von Kraftwerkskonzepten mit weitern 6,6 Gigawatt Leistungen und zehn Umspannstationen unterzeichnet. Hier soll Siemens nun konkrete Liefervorschläge unterbreiten. Nach Angaben des Sprechers erhöht sich der gesamte Auftragswert auf rund 10 Milliarden Euro, wenn all diese Vereinbarungen am Ende auch umgesetzt werden.

Die ägyptische Wirtschaft befindet sich vier Jahre nach dem Sturz des früheren Machthabers Husni Mubarak im Wiederaufbau. Am Freitag wurde auf der gleichen Konferenz bekannt, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait jeweils vier Milliarden Dollar in das Land investieren wollen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke