MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Geliefert werden sollen die Turbinen zwischen 2011 und 2014. Das Rahmenabkommen mit dem Tochterunternehmen des italienischen Versorgers Enel umfasse in einer ersten Stufe Festland-Anlagen mit 600 Megawatt (MW) Leistung, hinzu komme eine Option für eine zweite Bestellung gleicher Größe. Die Wartung der Turbinen sei ebenfalls Teil des Rahmenabkommens. Der Siemens-Konzern will künftig sein Servicegeschäft ausbauen.

“Das Rahmenabkommen umfasst Lieferung, Montage, Anschluss und Wartung der Anlagen”, sagte ein Siemens-Sprecher auf Anfrage. Zum Auftragsvolumen machte Siemens keine Angaben. In der Branche wird für 1 MW Leistung einer Festland-Anlage ein Wert von 1 Mio Euro veranschlagt. Wenn Enel das Rahmenabkommen über 600 MW voll ausschöpft, würden Siemens entsprechend 600 Mio Euro zufließen. Würde auch die Option auf weitere 600 MW ausgeschöpft, stiege der Auftragswert auf rund 1,2 Mrd Euro.

“Durch die Vereinbarung mit Enel Green Power kommen wir unserem Ziel näher, bis 2012 weltweit in die TOP-3 im Gesamtmarkt für Windkraft aufzurücken”, sagte René Umlauft, der bei Siemens das Geschäft für erneuerbare Energien verantwortet. Enel Green Power will mit den Siemens-Turbinen Windparks in Italien, Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel sowie in Griechenland, Rumänien und Bulgarien aufbauen.