Im künftigen Smart Grid wird Strom nicht mehr zentral in großen Kraftwerken erzeugt, sondern

Im künftigen Smart Grid wird Strom nicht mehr zentral in großen Kraftwerken erzeugt, sondern zunehmend in kleinen dezentralen Einheiten. Selbst die Wohnhäuser werden zu Energieproduzenten. Photovoltaikmodule auf dem Dach oder der Fassade liefern direkt Strom, der dann ins Netz eingespeist wird (Bild: Siemens).

NEW YORK (Dow Jones/ks)–Das Smart-Grid-Geschäft von Siemens wachse schnell, so der Manager. In den kommenden fünf bis zehn Jahren werde es eines der größten Geschäfte für den Konzern sein. Mit Blick auf Zukäufe sagte Spiegel, dass bislang keine großen getätigt worden seien und kündigte an: “In den kommenden zwölf Monaten wird es ein paar größere Akquisitionen geben.”

Für Smart Grids werden Technologien genutzt, die den Stromverbrauch im gesamten Netz kontrollieren und überwachen. Benötigt werden auch Infrastruktur und Systeme für das Datenmanagement sowie Abrechnungssoftware.

Wie hoch Siemens den Umsatz mit Smart-Grid-Technologien schätzt, wollte Spiegel nicht sagen. 2009 hatte das Unternehmen wissen lassen, in den kommenden fünf Jahre Aufträge für 6 Mrd Euro an Land ziehen zu wollen.

Siemens rechnet auch mit einer steigenden Nachfrage für Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Allerdings spiele sich das Geschäft für Siemens in den kommenden fünf Jahren eher im Bereich von einigen zehntausend US-Dollar ab, sagte Spiegel. Zudem wolle sich der Konzern in den USA bei Solarstrom-Projekten ranhalten und Windturbinen verkaufen. Das Photovoltaik-Geschäft bezeichnete Spiegel als eines der am schnellsten wachsenden Bereiche für Siemens.