FRANKFURT (Dow Jones/FAZ/rm). Wenn in Russland das Gemeinschaftsunternehmen mit Rostechnology und Rushydro unter Dach und Fach ist, soll dort mit dem Bau begonnen werden, sagte Rene Umlauft, Vorstandsvorsitzende von Siemens Renewable, im Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ/Donnerstagausgabe).

Umlauft erwartet für den Frühsommer 2011 des Abschluss des Gemeinschaftsprojektes in Russland, an dem Siemens mit 51% die Mehrheit halten wird. Unterdessen ist der Weg für Brasilien nun frei, nachdem der Münchener Konzern gerade einen Auftrag zum Bau von Windrädern an Land (Onshore) erhalten hat. Er bedeutet den Markteintritt im wichtigen lateinamerikanischen Markt. In Indien rechnet der Siemens-Manager in den nächsten Wochen mit ersten Aufträgen, die Voraussetzung für den Bau eines Werkes dort sind.

Die Konzernsparte richtet nun das Augenmerk verstärkt auf das Onshore-Geschäft, während sie bislang vor allem den Offshore-Bereich (Windräder auf See) im Blick hatten. Umlauft kündigte auch die Rückkehr auf den immer noch wichtigen deutschen Markt an. “Unser Marktanteil war in den vergangenen Jahren praktisch Null”, sagte er und fügte hinzu: “Jetzt streben wir mittelfristig 10% an.”