FRANKFURT (Dow Jones/rm). Kurzfristig sei mit Blick auf diese Lieferengpässe allerdings noch keine Besserung in Sicht, sagte der Vorstandsvorsitzende der SMA Solar Technology AG, Günther Cramer, der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (FAS).

Die Halbleiterindustrie habe nach wie vor Lieferschwierigkeiten. SMA Solar rechne für dieses Jahr mit einem weiteren Nachfragewachstum und habe ein weiteres Werk gebaut, könne dieses aufgrund der fehlenden Bauteile gegenwärtig jedoch nicht auslasten.

Der Hersteller von Wechselrichtern, die bei Photovoltaik-Anlagen den Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln, produziert nach den Worten Cramers nach wie vor auf dem hohen Niveau des zweiten Halbjahrs 2009. “Aber wir hatten uns eine Verdopplung der Produktion vorgenommen – das können wir jetzt kurzfristig nicht realisieren”, so Cramer.

An der Prognose für das Gesamtjahr 2010 hält das Niestetaler TecDAX-Unternehmen dennoch fest. Es will den Umsatz auf 1,1 Mrd bis 1,3 Mrd EUR steigern, die Marge vor Zinsen und Steuern soll zugleich leicht auf 20% bis 23% zurückgehen. Im Jahr 2009 hatte der Umsatz 934 Mio EUR und die Marge über 24% betragen.