DÜSSELDORF (Dow Jones/rm). Für einen Zeitraum von mindestens sieben Jahren seien 25,2% aller SMA-Aktien in einem Poolvertrag gebündelt worden, teilte das TexDAX-Unternehmen aus dem hessischen Niestetal am Freitag mit. Der Anteil der Gründer sinkt damit unter 50%.

Als Grund für die Schenkung führte die SMA Solar Technology AG die Sicherung einer stabilen Zukunft für die eigenständige Weiterentwicklung des Unternehmens an. Dazu dürfen die mit den Anteilen verbundenden Stimmrechte nur gemeinschaftlich ausgeübt werden. Mit über einem Viertel der Stimmrechte haben die Familienmitglieder eine Sperrminorität. In einer weiteren Mitteilung wird der Poolvertrag den Personen Lars Cramer, Verena Drews, Uwe Kleinkauf, Kirstin Homburg-Kleinkauf, Marsha Wettlaufer, Silvia Ortmann und Volker Ortmann zugeschrieben.

Die vier Gründer um den Vorstandsvorsitzenden Günther Cramer kündigten zudem an, einen weiteren Teil ihrer Anteile in gemeinnützige Stiftungen einbringen zu wollen. Auch dies solle zu einer stabilen Aktionärsstruktur beitragen, hieß es. Bislang hielten Cramer sowie Produktionsvorstand Peter Drews und die Aufsichtsratsmitglieder Werner Kleinkauf und Reiner Wettlaufer knapp drei Viertel der Anteile des Wechselrichterherstellers.

Durch die Schenkung reduzieren sich die Stimmrechtanteile der Gründer um jeweils 6,3%. Cramer, Drews und Wettlaufer halten nun noch je 12,8%. Der Anteil von Kleinkauf liegt nunmehr bei 9,3%. Ein Unternehmenssprecher sagte, die Gründer hätten keine Pläne, ihre bestehenden Anteile zu verkaufen. Zum aktuellen Kurs von rund 80,80 EUR wird das gesamte Unternehmen mit gut 2,8 Mrd EUR bewertet.