Die Kürzung der Solarförderung macht SMA Solar zu schaffen: Deutschland und Italien, in denen im

Die Kürzung der Solarförderung macht SMA Solar zu schaffen: Deutschland und Italien, in denen im vergangenen Jahr mindestens die Hälfte aller weltweit neuen Anlagen errichtet wurden, Kappungen der Einspeisevergütungen angekündigt (Bild: SMA Solar).

Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires

FRANKFURT (ks)–Das Unternehmen schließt einen Rückgang nicht aus, wie am Mittwoch bei Vorlage der Bilanz mitgeteilt wurde. Der Umsatz könnte 2011 sinken, die Gewinnmarge ebenfalls. Mittelfristig ist die Niestetaler SMA Solar Technology AG deutlich optimistischer. “Die Entwicklung der Photovoltaikmärkte steht erst am Anfang”, stellte das Unternehmen fest. Bis 2013 soll der Weltmarkt um durchschnittlich 15% pro Jahr auf etwa 30 Gigawatt (GW) neu installierter Leistung wachsen, hieß es im Geschäftsbericht. Mit einem Marktanteil von rund 40% will SMA davon profitieren.

Zuvor wartet jedoch eine Durststrecke auf das rasant gewachsene Unternehmen, welches seine Erlöse von 2006 bis 2010 auf 1,9 Mrd Euro verzehnfacht hat. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt bleibt SMA bei der im September gegebenen vorsichtigen Prognose für 2011. Die Erlöse sollen zwischen 1,5 Mrd und 1,9 Mrd Euro liegen, die EBIT-Marge zwischen 21% und 25%, nachdem sie im vergangenen Jahr knapp 27% erreichte.

Das Unternehmen wies auf die Kürzungen der Solarförderung in wichtigen europäischen Ländern hin. So haben etwa Deutschland und Italien, in denen im vergangenen Jahr mindestens die Hälfte aller weltweit neuen Anlagen errichtet wurden, Kappungen der Einspeisevergütungen angekündigt. Dazu kommen Frankreich, Belgien und Tschechien. Im Heimatmarkt erzielte SMA 2010 mehr als die Hälfte der Erlöse, der Anteil Europas machte fast 90% aus.

Ähnlich argumentierte am Vortag Q-Cells, die zwar keine Wechselrichter herstellen, aber mit der Produktion von Zellen und Modulen die gleichen Märkte beackern. “2011 wird ein deutlich schwierigeres Jahr”, wurde da vorausgeschaut. Zudem wurde von einer “sehr schwachen” Nachfrage seit Jahresanfang berichtet.

Zum Auftakt ins neue Jahr machte SMA keine Angaben, dafür zur Strategie, wie die europäische Schwäche ausgeglichen werden kann. Neue Märkte sollen erschlossen werden. So ist für 2011 die Gründung von Niederlassungen in Japan und Thailand geplant. Der Preis für die regionale Verlagerung wird laut SMA eine schärfere Konkurrenz sein. “Diese Entwicklung wird sich im durchschnittlichen Verkaufspreis widerspiegeln”, hieß es. Und dieser dann in der Marge.